25 Jahre diplomatische Beziehungen mit den baltischen Staaten [fr]

Anlässlich des 25. Jahrestages der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen Frankreichs mit den baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland Ende August 1991 empfing Außenminister Jean-Marc Ayrault seine Amtskollegen Linas Linkevicius, Edgars Rinkevics und Jürgen Ligi am 16. November 2016 in Paris.
Der Außenminister erinnerte daran, dass Frankreich die Annexion der drei Staaten durch die Sowjetunion niemals gebilligt und die drei Länder bei Zwischenlagerungen von Wertgegenständen unterstützt hatte, so etwa die Banque de France mit der Verwahrung der litauischen und lettischen Goldreserven. Auch sei es der französische Staatspräsident François Mitterrand gewesen, der im Mai 1992 als erster europäischer Staatschef den baltischen Staaten einen Besuch abgestattet habe.

Wichtige Etappen ihrer Integration in die Strukturen Europas seien 2004 der Beitritt zur Europäischen Union und der NATO, 2007 der Beitritt zum Schengenraum sowie der 2011, 2014 und 2015 erfolgte Eintritt der drei Staaten zur Eurozone gewesen. Damit hätten die baltischen Staaten ihren Willen bekundet, zur Avantgarde Europas zu gehören. Diese Kooperation sei auch vor dem Hintergrund der russischen Einschüchterungen, dem Terrorismus, dem britischen Austrittswunsch und den Fragezeichen über den Kurs der nächsten US-Regierung von entscheidender Bedeutung, so Jean-Marc Ayrault.

Frankreich trage auch durch die für 2017 in Estland und 2018 in Litauen vorgesehene Entsendung französischer Soldaten im Rahmen der NATO-Präsenz im Osten zur Sicherheit im Baltikum bei.

Des Weiteren verwies der Außenminister auf die Fortschritte bei der wirtschaftlichen und sozialen Eingliederung, die nur zu leicht unterschätzt würden. Gerade im Wirtschaftsbereich gäbe es noch viel Entwicklungspotential bei Investitionen, beim Handel und im Tourismus, was auch durch das stark europäisch finanzierte Eisenbahnprojekt „Rail Baltica“ befördert werden würde.

Letzte Änderung 27/01/2017

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