30 Jahre Erasmus+ - Ein Gewinn für Europa [fr]

Am 9. Januar 2017 fand im Pariser Odéon-Theater (auch „Théâtre de l’Europe“ genannt), die nationale Auftaktveranstaltung zur Feier des 30-jährigen Bestehens des europäischen Programms für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, "Erasmus+" statt.

Die Anwesenheit von Europa-Staatssekretär Harlem Désir, der Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem, Arbeitsministerin Myriam El Khomri sowie des Ministers für Stadtentwicklung, Jugend und Sport Patrick Kanner, unterstrichen die Bedeutung dieses Programms, das symbolisch für die Annäherung der europäischen Völker steht und das seit 1987 nahezu 5 Millionen junge Menschen, davon 1 Million aus Frankreich, nutzten. Etwa 600 000 ausländische Studierende kamen in diesem Zeitraum im Rahmen der Programme nach Frankreich.

Frankreich wünscht sich, so der Tenor der Veranstaltung, eine Entwicklung in Richtung eines „Erasmus für alle“, damit mehr Jugendliche im Rahmen der beruflichen Bildung und der Lehre eine Mobilitätserfahrung innerhalb Europas nutzen können.

Frankreich und das Erasmusprogramm

Die meisten Erasmus-Studenten in Frankreich seit 2007 kamen aus Deutschland, gefolgt von Spanien, Italien, Großbritannien und Polen. Umgekehrt zog es französische Studierende zuerst nach Großbritannien, gefolgt von Spanien, Deutschland, Italien und Irland.

Nach Erhebungen des Bildungsministeriums nahmen 2016 nahezu 62 000 Franzosen an den Mobilitätsprogrammen von Erasmus+ teil.

Ungebrochene Attraktivität Frankreichs für ausländische Studenten

Laut der französischen Hochschulagentur CampusFrance zählten die französischen Hochschulen im Studienjahr 2015/2016 310 000 ausländische Studierende. Damit ist Frankreich nach den USA, dem Vereinigten Königreich sowie Australien das viertbeliebteste – und das erste nicht-anglophone - Studienziel von Ausländern.
Aus Deutschland (7. in der Länderreihenfolge) waren in diesem Zeitraum 8 532 Studierende an französischen Universitäten eingeschrieben.

Französische Studierende zog es dagegen zuallererst nach Belgien, das Vereinigte Königreich und Kanada. Deutschland mit 6 955 Studierenden rangiert auf Platz 6 in dieser Liste. Allerdings ist Deutschland mit einer Zunahme von 185 % seit 2012 zunehmend attraktiver für französische Studierende geworden.

Weitere Informationen:

- CampusFrance
- Kampagne Erasmus 30 - Ministère de l’éducation

Letzte Änderung 23/01/2017

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