Anteil erneuerbarer Energien steigt in Frankreich weiter an [fr]

Das französische Generalkommissariat für nachhaltige Entwicklung (CGDD) hat im Dezember 2015 eine statistische Erhebung über erneuerbare Energien in Frankreich veröffentlicht. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch lag im Jahr 2014 bei 14,6 %. Die erneuerbaren Energien sind somit die viertgrößte Energiequelle im französischen Mutterland nach der Primärelektrizität (vor allem aus Kernenergie) aus nicht erneuerbaren Quellen, Erdölprodukten und Erdgas.

Laut Zielvorgabe der europäischen Richtlinie 2009/28/EG über erneuerbare Energien soll Frankreich bis 2020 23 % seines gesamten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen beziehen (für die gesamte Europäische Union wurden 20 % festgelegt). Der von Frankreich vorgesehene Kurs zur Erreichung dieses Ziels ist im nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien (PNA) festgelegt. Seit 2011 bleiben die erzielten Resultate leicht hinter den Vorgaben zurück. Mit einem Anteil erneuerbarer Energien von 14,6 % konnte Frankreich 2014 seine im PNA verankerte Zielvorgabe von 16 % nicht erreichen. Dieser Rückstand betrifft jedoch nicht alle Bereiche: Die Bereiche Photovoltaik, Wärmepumpen und Biokraftstoff überschritten leicht bis deutlich das vorgegebene Ziel. Die Windkraft, die thermische Solarenergie und die Geothermie blieben weit hinter den Erwartungen zurück (die Energiegewinnung aus Windkraft müsste bis 2020 vervierfacht werden).

Die für 2020 festgesetzten Ziele sind durch die neuen Zielsetzungen für 2030 bestärkt worden:

-  Im Rahmen des Klima- und Energiepakets 2030 strebt die EU einen Anteil der erneuerbaren Energien von 27 % in ihrem Energiemix an.
-  Kraft des Gesetzes vom 17. August 2015 zum Energiewandel für grünes Wachstum muss Frankreich den Anteil der erneuerbaren Energien an seinem Bruttoverbrauch auf 32 % anheben.

Letzte Änderung 03/03/2016

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