Aufenthalt und Einreise nach Frankreich

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Grundsatz der Freizügigkeit

Bürger aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz haben das Recht auf Einreise und Aufenthalt in Frankreich. Sie benötigen lediglich einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Dieses Recht kann nur aus Gründen der öffentlichen Ordnung, der nationalen Sicherheit oder der öffentlichen Gesundheit eingeschränkt werden.

Familienangehörige

Familienangehörige von Bürgern aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben das Recht auf Einreise und Aufenthalt in Frankreich, wobei die Einreisebedingungen je nach Herkunftsland (EU-Staat oder nicht) unterschiedlich sind. Familienangehörige in diesem Sinne sind Ehegatten, Kinder unter 21 Jahren bzw. Verwandte in absteigender und aufsteigender Linie, denen Unterhalt geleistet wird.


Familienangehörige aus Ländern der Europäischen Union

Familienangehörige aus EU-Mitgliedstaaten können gegen Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses nach Frankreich einreisen.

Familienangehörige aus Drittländern

Familienangehörige aus Ländern, die nicht der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum angehören bzw. die nicht aus der Schweiz kommen, benötigen für die Einreise nach Frankreich einen gültigen Reisepass und gegebenenfalls ein Visum. Mit dem Visumantrag müssen sie einen Beleg über ihre familiäre Bindung zu dem betreffenden EU-Bürger einreichen.

Das zuständige Konsulat erteilt das Visum, nachdem geprüft wurde, ob der Aufenthalt des Familienangehörigen keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die öffentliche Sicherheit oder die öffentliche Gesundheit darstellt. Das Visum ist gebührenfrei.

Die Ablehnung eines Visumantrags muss begründet werden, sofern nicht die Staatssicherheit betroffen ist.

Familienangehörige, die im Besitz eines Aufenthaltstitels für einen Schengen-Staat sind, sind nicht verpflichtet, einen Visumantrag zu stellen. Sie können sich mit diesem Aufenthaltstitel und einem gültigen Reisepass bis zu 3 Monate in Frankreich aufhalten.

 

Aufenthalt in den Überseegebieten

- Deutsche Staatsbürger benötigen kein Einreisevisum für die Überseedepartements (Martinique, Guadeloupe, Guyana, La Réunion, Mayotte).

Für die Überseegebiete (Neu-Kaledonien, Französisch-Polynesien, Mayotte, St. Pierre et Miquelon, Wallis et Futona) ist die Einreise bis zu einer Dauer von 3 Monaten ebenso visumfrei. Bei Aufenthalten über drei Monate hinaus muss ein Langzeitvisum bei der Visaabteilung in Berlin bzw. Frankfurt beantragt werden.

- Ausländer, die legal in Deutschland leben und einen Pass sowie einen Aufenthaltstitel haben, dürfen sich für einen touristischen Aufenthalt mit einer Dauer von maximal 3 Monaten in Frankreich bzw. anderen Ländern des Schengenraums ohne Visum aufhalten.

 

Weitere Informationen zu Reise und Aufenthalt auf der Homepage der EU

Letzte Änderung 11/01/2016

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