Außenminister Fabius zu Cyberattacke auf TV5 Monde [fr]

Der internationale französischsprachige Fernsehsender TV5 Monde wurde in der Nacht vom 8. auf den 9. April 2015 Opfer eines Cyberangriffs, der auch die Webseiten und die Social-Media Konten des Senders stundenlang unterbrach. Die Urheber hatten sich auf die Daech-Terrorgruppe berufen.

Außenminister Laurent Fabius hat bei einem gemeinsamen Besuch mit Innenminister Bernard Cazeneuve und Kulturministerin Fleur Pellerin am 8.April der Belegschaft des Senders seine Solidarität bekundet und dabei versichert, dass „alles getan wird, um die Urheber dieser Attacke zu ermitteln und juristisch zu belangen.“

In einem Interview mit der Video-Plattform I-Télé unterstrich der Außenminister die Bedrohung der Meinungsfreiheit durch derartige Attacken. Neben den strafrechtlichen Ermittlungen müssten auch technische Maßnahmen ergriffen werden, um derartige Attacken in Zukunft zu vermeiden. Der Vorfall hätte eine neue Dimension und müsse von den Fernsehanstalten sehr ernst genommen werden, so Laurent Fabius. Zudem bestätige er die Richtigkeit des Kampfes der Regierung gegen die Cyberkriminalität.

Der Kampf gegen die Cyberkriminalität in Frankreich

Frankreich hatte am 29. April 2014 im Innenministerium eine Unterabteilung Cyberkriminalität (Sous-direction de lutte contre la cybercriminalité) eingerichtet, deren Ziel es ist mit einem umfassenden Konzept der Bedrohung Herr zu werden. In der Abteilung sind 80 Spezialisten von Polizei und Gendarmerie beschäftigt.

Bei seiner Pressekonferenz am 21.1.2015 aus Anlass der terroristischen Anschläge in Paris hatte Premierminister Manuel Valls die Aufstockung der Mittel zur Überwachung des Cyber-Dschihadismus und der Fahndung nach Cyberanschlägen angekündigt.

Letzte Änderung 17/06/2015

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