Bildungsminister Peillon stellt Charta zur Trennung von Schule und Religion vor [fr]

(c) P.Segrette, Elysée - JPEG Bildungsminister Vincent Peillon hat am 9. September die Charta der Laizität in der Schule vorgestellt. Diese auf der Trennung von Kirche und Staat beruhende Charta ist in Zukunft in allen öffentlichen Schulen gleichrangig mit der Tricolore, der republikanischen Devise Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und der Erklärung der Menschenrechte vom 26. Ausgust 1789 auszuhängen.

Die Charta, die in einer einfachen und verständlichen Sprache gehalten ist, erinnert an die Regeln des Zusammenlebens in der Schule und soll zu einem besseren Verständnis dieser Grundregeln führen. Die Charta soll, so Bildungsminister Vincent Peillon, „jede Form von Intoleranz und Ausgrenzung“ verhindern. Die 15 Artikel umfassen die Grundprinzipien der Republik und liefern eine Erklärung für das Prinzip der Laizität in der Schule.

Die ersten fünf Artikel erläutern die Grundprinzipien einer unteilbaren, laizistischen, demokratischen und sozialen Republik. Die weiteren Artikel erklären dann den Sinngehalt der Laizität in der Schule, die den Schülern insbesondere den Zugang zu einer gemeinsamen und gemeinsam erlebten Kultur vermitteln soll.
Besonders hervorgehoben werden dabei die folgenden Punkte:

-  Das Tragen von Zeichen oder Kleidungen mit einem eindeutigen religiösen Bekenntnischarakter ist den Schülern untersagt. Seit 2004 verbietet das Gesetz das Tragen von religiösen Symbolen wie der Kipa, großen Kruzifixen und von Kopftüchern in den öffentlichen Schulen Frankreichs.
-  Schüler haben nicht das Recht aus religiösen oder politischen Gründen den im Programm festgelegten Unterrichtsstoff infrage zu stellen.

Weitere Informationen:

- Kopftuch: Gesetz zur Gesichtsverschleierung im öffentlichen Raum

Letzte Änderung 11/09/2013

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