COP21 - Gipfel „Herausforderungen des Klimawandels und Lösungen für Afrika“ [fr]

Der französische Staatspräsident François Hollande hatte am 1.12.2015 gemeinsam mit dem UN-Generalsekretär Ban-Ki-Moon den Vorsitz des Gipfels „Herausforderungen des Klimawandels und Lösungen für Afrika“ inne, der am 1. Dezember im Rahmen der COP21 in Paris-Le Bourget stattfand.

An diesem Treffen nahmen zwölf afrikanische Staatsoberhäupter, die Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union sowie Vertreter mehrerer Regierungen und internationaler Institutionen teil (Weltbank, Afrikanische Entwicklungsbank).

Während dieses Gipfeltreffens bekräftigte Staatspräsident Hollande seine Ziele für die COP21: Dieser solle dazu beitragen, dass konkrete Projekte in Afrika umgesetzt, die Verabschiedung eines kohlenstoffärmeren Entwicklungsmodells erleichtert und die Anpassung an den weltweiten Klimawandel unterstützt werden. Er erinnerte zudem daran, dass Afrika, das am wenigsten zum Klimawandel beigetragen hat, bereits heute mit seinen schwerwiegendsten Folgen konfrontiert ist. Ferner schloss er sich dem Wunsch der afrikanischen Länder an, Afrika so schnell wie möglich die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, und zwar noch vor 2020.

François Hollande verpflichtete sich dazu, die finanziellen Mittel Frankreichs zur Förderung der erneuerbaren Energien in Afrika für den Zeitraum 2016-2020 auf über 2 Milliarden Euro aufzustocken. Damit verdoppelt Frankreich seine bilateralen Verpflichtungen im Vergleich zu den letzten fünf Jahren. Die von Frankreich finanzierten Projekte könnten somit im Rahmen der von der Afrikanischen Union initiierten Afrikanischen Initiative zum Ausbau der erneuerbaren Energien umgesetzt werden. So könnten gleichzeitig Projekte von afrikanischen Regierungen bzw. Organisationen der Zivilgesellschaft als auch von Gebietskörperschaften realisiert werden. Mit diesen Programmen könnte die Nutzung der Solarenergie, der Wind- und Wasserkraft sowie der geothermischen Energie entsprechend der in den einzelnen Ländern vorhandenen Potentiale gefördert werden.

Zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Wüstenbildung und bei der Anpassung an den Klimawandel kündigte der französische Präsident eine Verdreifachung der Klima-Hilfen für Afrika an, die schrittweise umgesetzt werden soll und bis 2020 1 Milliarde Euro pro Jahr betragen wird. Diese Entscheidung entspricht dem Ersuchen der afrikanischen Länder, dass die Finanzierungen zugunsten der nachhaltigen Entwicklung umfassender als bisher in die Anpassung an den Klimawandel fließen sollen. Die Entwicklungshilfe Frankreichs wird vorwiegend in Projekte fließen, die im Rahmen der afrikanischen Initiativen der „Großen Grünen Mauer“ bzw. für den Erhalt des Tschad-Sees und des Niger-Flusses umgesetzt werden. Alle diese Projekte zeigen, dass die Lösungsagenda für das Klima, ein Schwerpunktthema der COP21, zahlreiche Anwendungen auf dem afrikanischen Kontinent findet.

Letzte Änderung 04/02/2016

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