Deutsch-Französischer Tag am 22. Januar [fr]

Seit der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages am 22.1.1963 unterhalten Deutschland und Frankreich eine einzigartige Beziehung.
Die beiden Länder haben es verstanden, ihre Konflikte der Vergangenheit in eine treibende Kraft für den Frieden in Europa zu verwandeln. Der Austausch zwischen ihnen hat einen zuvor nicht dagewesenen Umfang erreicht. Ihre Beziehungen sind durch Vielfalt gekennzeichnet und im Alltagsleben beider Völker verankert.

Mit dem Vertrag sollte die deutsch-französische Freundschaft vor allem durch Kultur- und Jugendaustausch im Herzen der Gesellschaft verankert werden.

Anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages am 22. Januar 2003 haben der französische Präsident Jacques Chirac und der Bundeskanzler Gerhard Schröder den 22. Januar zum „Deutsch-Französischen Tag“ erklärt und ihm Initiativen gewidmet, die Jugendliche aus beiden Ländern einander näherbringen sollen. (Artikel 16 der gemeinsamen Erklärung).

Der erste „Deutsch-Französische Tag“ wurde am 22. Januar 2004 gefeiert. Anlässlich des 2. „Deutsch-Französischen Tages“ 2005 wurden an mehreren Tagen Veranstaltungen organisiert, die aus dem „Deutsch-Französischen Tag“ eine „Deutsch-Französische Woche“ gemacht haben. Diese Bezeichnung wurde für den Deutsch-Französischen Tag im Jahr 2006 verwendet und durch die Durchführung eines „Entdeckungstages“ für Schüler aus der Oberstufe ergänzt.

Ziele

Der „Deutsch-Französische Tag" soll in allen Einrichtungen der deutschen und französischen Bildungssysteme der Darstellung der bilateralen Beziehungen, der Werbung für die Partnersprache (wie vom Deutsch-Französischen Ministerrat am 26. Oktober 2004 in der Sprachenstrategie beschlossen) sowie der Information über Austausch- und Begegnungsprogramme und Möglichkeiten des Studiums und der Beschäftigung im Partnerland gewidmet werden. Dieser Tag richtet sich daher nicht ausschließlich an Schüler, die die Partnersprache lernen.

Der Besuch eines Unternehmens im Zuge des „Entdeckungstages für Schüler an Unternehmen“ zielt seinerseits darauf ab, Jugendliche mit der Unternehmenswelt in Kontakt zu bringen und die Schüler darüber zu informieren, welche beruflichen Perspektiven der deutsch-französische Wirtschaftsbereich bietet, und ihre Neugier für die Sprache und die Kultur des Nachbarn zu wecken.

Organisation

Die Außenministerien in beiden Ländern, die Kultusministerien in Deutschland und in Frankreich sowie das französische Erziehungsministerium tragen durch ihre organisatorische und finanzielle Hilfe zur Durchführung der Deutsch-Französischen Woche bei. Aber sie wird in maßgeblicher Weise durch das Engagement von den Schulen, Kulturinstitutionen und privaten Initiativen in beiden Ländern gestaltet, die sich mit ihren Projekten in die Veranstaltungen dieser Woche einbringen.

Die schulischen Einrichtungen sind weitgehend frei in der Gestaltung des Tages. Ihre Fantasie trägt Früchte: Textinterpretationen im Unterricht, Essen aus dem Partnerland in der Schulmensa, Ausstellungen im Gymnasium, Dialog mit externen Gästen und noch viel mehr. Jedes Jahr steht dabei unter einem besonderen Motto: 2009 lautete das Motto z.B. Bringt Französisch ins Spiel! - Mettez l’’allemand dans votre jeu!

Die Durchführung des oben genannten Entdeckungstages wurde 2007 dem Deutsch-Französischen Jugendwerk in Zusammenarbeit mit dem französischen Bildungsministerium übertragen.

Letzte Änderung 12/04/2016

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