Deutsch-französische Meinungsumfrage zu Beziehungen und Energiepolitik mit teils überraschenden Ergebnissen [fr]

JPEG Trotz der zum Teil unterschiedlichen Standpunkte ihrer Entscheidungsträger bleiben Deutschland und Frankreich nach Ansicht der Bevölkerung unverzichtbare Partner in Europa. Dies zeigt eine repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag des Institut Montaigne und der Stiftung Genshagen, die im September/Oktober 2012 unter jeweils 1.000 Teilnehmern in Deutschland und Frankreich von dem
Meinungsforschungsinstitut Harris Interactive per Telefon durchgeführt wurde. Dabei ging es um die Wahrnehmung der deutsch-französischen Beziehungen sowie die Bewertung der Energiepolitiken beider Länder.

Im Jahre 2012 ist das deutsch-französische Paar für die Befragten nach Ansicht der Bevölkerung, ungeachtet der zeitweisen Divergenzen der Entscheidungsträger insbesondere in Bezug auf die Rolle der Europäischen Zentralbank oder die Einführung gemeinsamer Euro-Bonds für die Mitgliedsländer der Eurozone, ein Grundpfeiler Europas. Tatsächlich bezeichnen 84% der Franzosen (+4 Prozentpunkte) spontan Deutschland als wichtigsten Partner innerhalb der Europäischen Union, und gleiches gilt umgekehrt für 79% der Deutschen (+4 Prozentpunkte).

Erstaunliches bringt die Umfrage zum Thema Energiepolitik hervor. So sehen die Franzosen den deutschen Atomausstieg zu 53 Prozent als eine „gute Sache“ (die Deutschen mit 78 Prozent), allerdings sprechen sie auch in Bezug auf die französische Atompolitik von einer „guten Sache“ (64%). Auf deutscher Seite
Befürworten dagegen nur 19 Prozent der Bevölkerung die französische Atompolitik.

Insgesamt sind die Deutschen zufriedener mit der Energiepolitik ihrer Regierung als ihre französischen Nachbarn mit der Energiepolitik im Hexagon (76 versus 51 Prozent der Befragten)..

- Hier geht es zur Umfrage

- Fact sheets zur Umfrage

Quelle: Stiftung Genshagen

Letzte Änderung 15/11/2012

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