Deutsch-französische Strategien zur Integration: Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer zieht erste Bilanz [fr]

Bei der Veranstaltung Strategien zur Integration – Deutsche und französische Ansätze auf dem Prüfstand in der Französischen Botschaft zog die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer am 3. November vor einem Fachpublikum eine erste Bilanz von Initiativen, die auf dem Bericht zur Förderung der Integration in Deutschland und Frankreich fußen. Sie hatte diesen breit rezipierten Bericht mit vielen konkreten Vorschlägen zur bilateralen Zusammenarbeit gemeinsam mit dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault im Auftrag des 18. Deutsch-Französischen Ministerrats in Metz verfasst.

Ein wesentliches Ergebnis des Berichtes, so die Ministerpräsidentin im Gespräch mit Moderator Norbert Carius vom ARD-Hauptstadtstudio, sei die Erkenntnis, dass Deutschland und Frankreich trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte und Herangehensweisen auch beim Thema Integration voneinander lernen können. Hierzu wird ein Deutsch-Französischer Integrationsrat mit Experten beider Länder eingerichtet. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es dabei auch, europäischen Lösungen den Weg zu bereiten.

Für Annegret Kramp-Karrenbauer, die das Thema als eine Herzensangelegenheit bezeichnete, ist „es dabei insbesondere wichtig, frühzeitig die jungen Menschen beider Länder einzubinden. Sie bauen unsere Zukunft.“

Sie unterstrich zudem, dass eine gelungene Integration und aktive Teilhabe immer nur im Zusammenspiel einer offenen aufnehmenden Gesellschaft und der Bereitschaft der Zuwanderer, den Wertekanon der Aufnahmegesellschaft zu akzeptieren, erreicht werden könne.

Botschafter Philippe Etienne betonte: „Der. Deutsch-Französische Ministerrat in Metz hat der Zusammenarbeit beim Thema Integration neue Impulse gegeben. Wir sollen die gesamte Palette unserer gemeinsamen Möglichkeiten nutzen. Der Bericht von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Außenminister Jean-Marc Ayrault ist hierfür richtungsweisend.“

Die Ministerpräsidentin und der Gastgeber gaben zudem der Hoffnung Ausdruck, dass die Dynamik der Zusammenarbeit bei diesem existenziellen Thema erhalten bleibe und auch Europa voranbringe.

- Grußwort von Botschafter Etienne

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Letzte Änderung 09/11/2016

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