Deutsch-französischer Antonio-Nariño-Preis für Menschenrechte 2015 [fr]

In diesem Jahr wurde der deutsch-französische Antonio-Nariño-Preis für Menschenrechte am 14. Dezember 2015 in Bogota (Kolumbien) an das “Museo Casa de la Memoria” in Medellin für seine Aufarbeitung des Konflikts in Kolumbien vergeben.

Die Projekte “Costurero de Memoria” aus Bogota (Werke über den gewaltsamen Konflikt in Kolumbien) und der Vereinigung “Corporacion Humanas” (Arbeit mit weiblichen Opfern sexueller Gewalt) fanden ehrenvolle Erwähnung.

Der deutsch-französische Antonio-Nariño-Preis für Menschenrechte wird seit 2010 jedes Jahr von den Regierungen Frankreichs und Deutschlands, vertreten durch ihre jeweilige Botschaft, gestiftet. Namensgeber ist der kolumbianische Unabhängigkeitskämpfer Antonio Nariño, der Ende des 18. Jahrhunderts erstmals die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte ins Spanische übersetzte und ein Vorkämpfer für die kolumbianische Unabhängigkeit war.

Ziel des Preises ist die Würdigung von nationalen oder internationalen Tätigkeiten oder Projekten, die von einem Einzelnen oder einer Gruppe in Kolumbien durchgeführt werden und der Verbreitung, der Förderung, der Verteidigung und dem Schutz der Menschenrechte im Geist der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 dienen. Der Preis kann an Personen jeglicher Nationalität vergeben werden.

Letzte Änderung 23/02/2016

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