Deutsch-französischer Bericht zur Förderung der Integration in Metz vorgestellt [fr]

Jean-Marc Ayrault, Minister für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung, und Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, haben anlässlich des 18. Deutsch-Französischen Ministerrats in Metz am 7. April 2016 ihren Bericht zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften vorgelegt. Dieser Bericht beinhaltet zum einen eine vergleichende Analyse der Integration in Deutschland und Frankreich und zum anderen konkrete Vorschläge für bilaterale Projekte zur Integrationsförderung.

Der 17. Deutsch-Französische Ministerrat (31. März 2015) hatte ihnen den Auftrag zur Ausarbeitung von Vorschlägen zu diesem Thema erteilt.

Zehn Jahre nach der ersten deutsch-französischen Zusammenarbeit für Integration und Chancengleichheit (2006) war es notwendig, diese Zusammenarbeit erneut zu beleben und erfolgreich fortzusetzen. Die von dem Bericht vorgeschlagene Gründung eines Deutsch-Französischen Rates für die Integration wird es ermöglichen, das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW), die Zivilgesellschaft, die Wissenschaftler und Verwaltungen beider Länder zu beteiligen, konkrete bilaterale Projekte zur Förderung der Integration zu unterstützen und den Austausch guter Praktiken zwischen deutschen und französischen Akteuren der Integration zu erleichtern.

GIF Staatspräsident Hollande und Bundeskanzlerin Merkel haben nach ihrer Ankunft in Metz das sogenannte "Weltcafé /Café du monde" besucht, das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk organisiert worden war. An diesem Sozialprojekt nahmen 80 Jugendliche aus Deutschland und Frankreich mit besonderem Förderbedarf teil. Sie diskutierten über das Thema "Integration und Chancengleichheit" bevor sie die Ergebnisse ihrer Arbeit dem Staatspräsidenten der Kanzlerin vorstellten.

Die Vorschläge des Berichts:

-  Richten sich vorrangig an die Jugend der beiden Länder, und zwar im Zuge einer Steigerung des Anteils von „Jugendlichen mit besonderem sozialen Förderbedarf“ an den Austauschprogrammen und Begegnungen des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) (Einrichtung eines neuen Freiwilligendienstes des DFJW für Jugendliche mit besonderem sozialen Förderbedarf, Intensivierung der Austausche in der beruflichen Bildung);

-  Stellen den Kampf gegen Diskriminierung in den Mittelpunkt unserer gemeinsamen Aktion, und zwar über eine mögliche Umsetzung in Deutschland des in Frankreich bereits eingeführten Labels der Vielfalt und der allgemeinen Umsetzung eines Tages der Vielfalt in den Unternehmen, die in Deutschland und in Frankreich an Unternehmensinitiativen zur Förderung von Vielfalt in der Arbeitswelt beteiligt sind;

-  Zielen darauf ab, die deutsch-französische Generierung von Wissen über die Themen von Immigration, Integration und Interkulturalität weiter zu entwickeln. Dies soll in Anknüpfung an den von France Strategie am 11. Dezember 2015 organisierten deutsch-französischen Studientag erfolgen, und soll insbesondere die Netzwerke der deutsch-französischen Hochschule mobilisieren;

-  Sehen konkrete Projekte in den Bereichen Kultur, Sport und Medien vor, insbesondere durch Mobilisierung des nationalen Museums für die Geschichte der Immigration (Musée national de l’histoire de l’immigration) in Frankreich, sowie durch Nutzung der Frankfurter Buchmesse 2017, zu der Frankreich als Ehrengast eingeladen sein wird.

- Vollständiger Bericht als PDF-Dokument

Letzte Änderung 20/06/2016

Seitenanfang