Deutsch-französisches Start-up-Treffen in der Französischen Botschaft [fr]

Am 9. Mai fand in der Französischen Botschaft in Berlin der erste „French-German EUnicorns Day Berlin“ statt, bei dem sich Start-ups aus Frankreich und deutsche Investoren ein Stelldichein gaben. Im April hatte schon eine ähnliche Veranstaltung in anderer Form im Start-up-Center NUMA und in der Deutschen Botschaft in Paris stattgefunden.

Auf Einladung der Botschaft, der Unternehmensberatung Roland Berger und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kamen dabei französische Start-ups mit deutschen Investoren und Vertretern aus größeren Unternehmen in Diskussionsforen und Arbeitsgruppen zusammen. Dabei ging es um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft und natürlich ganz konkret um die Industrie 4.0, Mobilität, Cybersicherheit und die Zusammenarbeit mit schon etablierten Unternehmen.

GIF - 141.3 kB
Botschafter Philippe Etienne und Roland Berger Vorstandsvorsitzender Charles-Edouard Bouée

Botschafter Philippe Etienne wünschte sich in seiner Rede eine deutsch-französische Dynamik, um das Beste der beiden lebendigen Start-up-Szenen zu vereinen. Zudem berichtete er von den Bemühungen Frankreichs, für die Bevölkerung und die Start-ups eine moderne Infrastruktur zu schaffen. So sollen bis 2022 alle Haushalte mit Breitbandinternet versorgt und die Unternehmen in mittleren und großen Städten soweit wie möglich mit Glasfaser (FTTH) verbunden sein.

Der Vorstandsvorsitzende von Roland Berger, Charles-Edouard Bouée, war sich mit den Teilnehmern einig, dass es jetzt darum gehe, schnell einen digitalen Binnenmarkt in Europa zu schaffen, um die Wachstumschancen wahrzunehmen. Ein weiteres Thema war die Verbesserung der Versorgung junger Start-ups mit Risikokapital. Hier sahen viele ein entscheidendes Manko gegenüber US-Unternehmen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung kam direkt aus Paris: Wirtschaftsminister Emmanuel Macron wandte sich in einer Videobotschaft direkt an die Teilnehmer und unterstrich die Bedeutung von Innovation, Wagnis und Experimentierfreudigkeit für die Entwicklung der Wirtschaft. Zudem gelte es die digitale Zukunft Europas schneller voranzutreiben, so der Minister.

- Videobotschaft

Letzte Änderung 12/05/2016

Seitenanfang