Essgewohneiten: Frankreich bleibt weiter eine Ausnahme

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Am 12. Oktober 2012 hat das französische Zentralamt für Statistik INSEE eine Studie über die Zeit veröffentlicht, die sich die Franzosen für ihre Mahlzeiten nehmen.

In dieser Studie wird deutlich, dass das französische Modell in Europa nach wie vor eine Ausnahme bildet. So halten die Franzosen weiterhin an den drei täglichen Mahlzeiten fest, die zu festen Tageszeiten eingenommen werden. Zwischen 1986 und 2010 konnten jedoch Veränderungen festgestellt werden:

Die durchschnittliche Dauer der Zubereitung der täglichen Mahlzeiten hat sich um 18 Minuten, von 71 auf 53 Minuten, verringert.
Die Mahlzeiten beinhalten weniger frische Produkte und mehr Fertiggerichte.

Mit 2 Stunden und 22 Minuten haben die Franzosen im Jahr 2010 im Vergleich zu 1986 durchschnittlich 13 Minuten mehr für die Einnahme der Mahlzeiten aufgewandt.

Die Essgewohnheiten der Franzosen variieren je nach Alters- und Bevölkerungsgruppe. 2010 wie auch schon 1986 verbringen Männer ein wenig mehr Zeit beim Essen als Frauen. 64 % der Franzosen unter 25 Jahren frühstücken, bei den über 50-Jährigen sind es 90 %. 15 % der Befragten (29 % der Jugendlichen) geben an, Kleinigkeiten zwischen den Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Auch zwischen den Berufsgruppen bestehen Unterschiede: Arbeiter und Angestellte naschen am Häufigsten zwischen den Mahlzeiten.

Die Studie bestätigt außerdem die Verbindung zwischen veränderten Essgewohnheiten und Übergewicht. 2008 waren 11 % der Männer und 13 % der Frauen von Übergewicht getroffen. Damit sind die Übergewichtsfälle für beide Geschlechter seit 1991 um 5 % gestiegen.

- Studie des INSEE

Letzte Änderung 04/01/2016

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