Frankreich in Deutschland Französische Botschaft in Berlin
fontsizeup fontsizedown

 Deutsch    français  

Home » Deutsch-französische Beziehungen » Zusammenarbeit

Etappen der Partnerschaft

Bei jeder neuen Etappe der europäischen Einigung haben Frankreich und Deutschland eine wichtige Rolle gespielt. Ohne die Versöhnung zwischen Franzosen und Deutschen hätte dieses europäische Gebäude, wie es sich schon General de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer vorgestellt hatten, nicht entstehen können. Schon 1958 empfing de Gaulle den Bundeskanzler in Frankreich, und bald danach reiste er selbst nach Deutschland. Aus ihrem gemeinsamen Bemühen entwickelte sich die deutsch-französische Annäherung, die mit der Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit am 22. Januar 1963 konkretisiert wurde. Der Vertrag sieht halbjährliche deutsch-französische Konsultationen, ein vierteljährliches Treffen der Außenminister und regelmäßige Begegnungen zwischen den Verteidigungs-, Bildungs- und Jugendministern vor.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) entstand einige Monate später und hat seither Zehntausenden von jungen Menschen beider Länder Gelegenheit zu Begegnungen, zum gemeinsamen Studium oder zu gemeinsamer Arbeit gegeben.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ist außerordentlich eng und wurde auf der Grundlage des deutsch-französischen Vertrags von 1963 und seiner Ergänzung von 1988 stark institutionalisiert: halbjährliche Regierungskonsultationen; Räte für Wirtschafts-, Finanz- und Umweltfragen sowie für Sicherheit und Verteidigung; Koordinatoren für die Zusammenarbeit.

Vierzig Jahre bevorzugte Beziehungen haben mehr als nur enge Bindungen zwischen den Politikern beider Länder ermöglicht. Die deutsch-französischen Konsultationen und die Begegnungen zur Abstimmung und gemeinsamen Vorbereitung europäischer Themen sind zur guten Gewohnheit geworden, haben zu vielfältigen Kontakten auf allen Verwaltungsebenen geführt und die bilateralen Beziehungen auf ein Konvergenzniveau gebracht, das in der Welt seinesgleichen sucht.

Anfang 2001 wurde der Austausch noch einmal intensiviert, und seither treffen sich der Staatspräsident und der Bundeskanzler im Beisein des Premierministers und der beiden Außenminister in regelmäßigen Abständen (Blaesheim-Format, benannt nach dem Ort der erstmaligen Zusammenkunft im Elsass) zu informellen Gesprächen.

Zum 40. Jahrestag des deutsch-französischen Vertrags am 22. Januar 2003 wurde eine neue Etappe der Annäherung zwischen den beiden Ländern begründet. Staatspräsident Chirac und Bundeskanzler Schröder unterzeichneten eine Gemeinsame Erklärung, in der Frankreich und Deutschland für alle Politikbereiche die mittelfristigen Ziele ihrer Zusammenarbeit festgelegt haben. Die halbjährlichen Regierungskonsultationen finden seither in Form gemeinsamer Ministerräte statt.

Mit der Einweihung der neuen französischen Botschaft in Berlin durch Staatspräsident Chirac in Anwesenheit von Bundespräsident Rau und Bundeskanzler Schröder am 23.Januar 2003 zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages wurde der besondere Charakter der deutsch-französischen Beziehungen auch symbolisch herausgestellt.

Ein weiterer Schritt war die beim Deutsch-Französischen Ministerrat am 4. Februar 2010 von beiden Kabinetten beschlossene deutsch-französische Agenda 2020, die Rahmen und Ziele unserer Zusammenarbeit für das neue Jahrzehnt vorgibt.


Letzte Änderung 07.11.2012

Nützliche Links

Facebook Twitter Google+ Storify Foursquare Youtube Dailymotion Flickr RSS