Etappen der französischen Migrationspolitik

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Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Frankreich ein Einwanderungsland. Bis 1945 beschränkte sich die Einwanderungspolitik auf punktuelle Maßnahmen. Die einschlägige Verordnung vom 2. November 1945 bildet den Wendepunkt des staatlichen Handelns in diesem Bereich: Der Staat betreibt fortan eine aktive Einwanderungspolitik.

Mit dem Ende der Arbeitsmigration im Jahre 1974 ändert sich das Bild der Einwanderer, die nicht mehr nur als vorübergehende Arbeitskräfte, sondern immer mehr als Bürger wahrgenommen werden. In den 1980er/90er Jahren wird schrittweise eine umfassende Integrationspolitik auf den Weg gebracht.

Heute ist die Rechtslage in Frankreich komplex. Nicht nur französische Gesetzestexte, sondern auch internationale Verträge und bilaterale Übereinkommen regeln die Fragen der Einwanderung. Der 2008 verabschiedete Europäische Pakt zu Einwanderung und Asyl sieht eine Harmonisierung der Einwanderungspolitiken innerhalb der EU vor.
Das aktive und passive Wahlrecht ist ein wichtiger Teil der Staatsbürgerschaft, das auch den eingebürgerten Migranten zuteil wird. Einwanderer aus nicht EU-Ländern, die nicht eingebürgert wurden, haben auch auf lokaler Ebene weiterhin kein Wahlrecht.

Letzte Änderung 21/06/2016

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