Euro 2016: Frankreich mit hohen Ansprüchen an die Sicherheit [fr]

Die EURO 2016 in sportlicher Hinsicht und in Sachen Sicherheit zum Erfolg zu bringen und dabei ihren Festcharakter zu bewahren, ist das große Ziel von Staat, Gastgeberstädten und Organisatoren dieses völkerverbindenden Events, das den europäischen Kontinent vom 10. Juni bis zum 10. Juli in Atem halten wird.

Die Sicherheitsvorkehrungen

Innenminister Bernard Cazeneuve stellte am 25.5.2016 das übergreifende Sicherheitskonzept für die Europameisterschaft vor, das vom Staat, den Gastgeberstädten und den Organisatoren gemeinsam umgesetzt wird und das optimale Sicherheit für alle Beteiligten gewährleisten soll.

Insgesamt sind über 90.000 Personen für die Gewährleistung der Sicherheit während des Turniers abgestellt.

Das Innenministerium stellt dabei mit 77 000 Beamten das Gros des ihm unterstellten Sicherheitsaufgebots, bestehend aus 42.000 Polizisten, Grenzschützern und Sondereinsatzkräften, 30.000 Angehörigen der Gendarmerie sowie etwa 5000 Soldaten, die im Rahmen der Anti-Terror-Einheit Sentinelles ihren Dienst tun und die insbesondere bei der Absicherung der Verkehrsinfrastruktur helfen.

Hinzu kommen 13.000 Angestellte privater Sicherheitsdienste und etwa 1000 Freiwillige im Rettungswesen.

Ergänz wird dieses Aufgebot an Sicherheitskräften durch die örtlichen Polizeikräfte der police municipale.

Sicherheit an den Spielorten

Beim Sicherheitskonzept gibt es eine klare Aufgabenverteilung:

-  Stadion: Für die Sicherheit in den Stadien ist der Veranstalter, d.h. das Organisationskomitee der EURO 2016, zuständig. Zudem werden hier Kommandozentralen (PCO)zur Koordination mit den Einsatzkräften vor den Stadien eingerichtet.
-  Stadionbereich: Das weitere Umfeld der Stadien wird von der Polizei und der Gendarmerie abgesichert.
-  Fanmeilen: Für die Sicherheit innerhalb der sogenannten fan-zones sind die Gebietskörperschaften zuständig. Diese Zonen sind abgeschlossen und der Zugang folgt strikten Regeln mit Einlasskontrolle. Außerhalb der Fanmeilen wird die Sicherheit von den polizeilichen Einsatzkräften gewährleistet.

Sicherheit in den Mannschaftsquartieren

Für die Sicherheit der Mannschaften in ihren jeweiligen EM-Quartieren und den Mannschaftshotels an den Spielorten sind die EM-Organisatoren und die Nationalmannschaften selbst verantwortlich. Die staatlichen Ordnungskräfte sind dagegen für die Sicherheit im Umfeld der Quartiere und Hotels zuständig.

Die Sicherheitskräfte sind so aufgestellt und geschult, dass sie im Bedarfsfall – etwa bei einer terroristischen Bedrohung oder bei Ausschreitungen von Hooligans – schnell reagieren können. In den letzten zwei Monaten wurden zu diesem Zweck frankreichweit mit über 30 Simulationsübungen die verschiedensten Szenarien durchgespielt, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.

Letzte Änderung 02/06/2016

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