Euro 2016: Zwischenbilanz der Sicherheitsmaßnahmen [fr]

Unter dem Vorsitz von Innenminister Bernard Cazeneuve und dem Minister für Stadtentwicklung, Jugend und Sport, Patrick Kanner, fand am 20. Juni 2016 in Paris ein Treffen des Krisenstabes „Sicherheit bei der Euro 2016“ in Anwesenheit des Vorsitzenden des Veranstalters EURO 2016 SAS, Jacques Lambert, statt. Dabei ging es darum, nach 26 der insgesamt 51 Begegnungen eine Zwischenbilanz der Sicherheitsmaßnahmen bei dieser EM zu ziehen.

Die Teilnehmer dankten in diesem Zusammenhang den staatlichen Stellen, die für die Sicherheit der Veranstaltung im Einsatz sind – Polizei, Gendarmerie, Feuerwehr und Militär, aber auch den Präfekten und ihren Mitarbeitern, den Rettungskräften und den Verwaltungsstellen aller beteiligten Ministerien – für die bereits erledigte und die noch bevorstehende Arbeit. Sie dankten ferner allen Austragungsorten, mit denen der Staat sehr eng zusammenarbeitet.

Mit Ausnahme der Vorfälle vom 11. Juni in Marseille kam es bei keinem der Spiele zu nennenswerten Zwischenfällen. Die Sicherheitsmaßnahmen haben bisher einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe ermöglicht.

Die Minister zogen eine Zwischenbilanz der Vorfälle in einzelnen Stadien und der Maßnahmen, die von Seiten des Veranstalters, der für die Sicherheit innerhalb der Stadien zuständig ist, sofort getroffen wurden, um weiteren Vorfällen vorzubeugen.

Gegen Gewalt geht der Staat mit größter Entschlossenheit vor. Seit Beginn der Veranstaltung haben die Ordnungskräfte 557 Personen festgenommen, vor allem wegen Gewalttätigkeiten, Diebstahl oder Sachbeschädigung. 344 der Festgenommenen wurden in Untersuchungshaft genommen, 21 wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt, 6 davon mit Bewährung.

Außerdem wurden 25 Personen auf Erlass des Präfekten ausgewiesen. Um eine Rückkehr dieser Personen zu verhindern, wurden ihre Visa außer Kraft gesetzt und es wird ein behördliches Aufenthaltsverbot gegen sie verhängt werden. Bereits im Vorfeld des Turniers waren 3200 Einreiseverbote ausgesprochen worden. Diese Sicherheitsmaßnahmen werden bis zum Ende des Turniers weitergeführt. Sei es im Zusammenhang mit der terroristischen Bedrohung oder mit Hooligan-Gewalt in Stadien: Der Staat und die Veranstalter werden weiterhin alle Mittel nutzen, die zur Sicherheit der EURO 2016 bereitgestellt wurden: der ressortübergreifende Krisenstab im Innenministerium, das Zentrum für Risikoanalyse in der Generaldirektion der Polizei, das internationale polizeiliche Kooperationszentrum in Lognes, sowie die verwaltungspolizeilichen Maßnahmen. All diese Dienste sind rund um die Uhr im Einsatz.

Letzte Änderung 13/09/2016

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