Frankreich Ehrengast der 65. Nobelpreisträgertagung in Lindau [fr]

Frankreich ist bei den 65.Lindauer Nobelpreisträgertagungen (28.6.–3.7.2015), die alljährlich Nobelpreisträger und besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt zusammenbringen, mit 7 Nobelpreisträgern und 19 herausragenden Nachwuchswissenschaftlern stark vertreten. Das diesjährige Treffen steht dabei ganz im Zeichen der interdisziplinären Zusammenarbeit von Chemie, Physik, Medizin, Physiologie und verwandten Wissenschaften.

Ein traditioneller Höhepunkt des Treffens ist der in diesem Jahr Frankreich gewidmete internationale Tag am 29. Juni, zu dem sich auch der neue Staatssekretär für Hochschule und Forschung Thierry Mandon angekündigt hat. Dieser Tag wird von der nationalen Forschungseinrichtung CNRS zusammen mit den Forschungsabteilungen großer französischer Unternehmen gestaltet. Mit dem seit jeher brisanten Thema „Wissenschaft und Ethik“ will man sich dabei mit einer wichtigen Herausforderung der Forschung auseinandersetzen.

Hierzu findet ein Round Table Gespräch mit der Präsidentin des Ethik-Komitees des CNRS Michèle Leduc, dem Nobelpreisträger in medizinischer Physiologie Jules Hoffmann und dem Direktor des Forschungslabors NauroSpin Denis Le Bihan statt.

Beim Forum der Innovation wollen die französischen Gäste das Nachdenken über aktuelle Probleme der Forschung und die Lösungen von morgen anregen. Ziel ist dabei, neue Ideen und kühne Visionen für die Zukunft von Grundlagen- und angewandter Forschung sowie von Unternehmen anzustoßen.

Auch Botschafter Philippe Etienne, Absolvent der renommierten Hochschule Normale Supérieure im Fach Mathematik hat sein Kommen angesagt.

Er sieht die Bedeutung des einzigartigen Lindauer Treffen besonders darin, „dass es nicht nur für die Staffelübergabe der Generationen steht, sondern auch für den direkten internationalen Austausch und die Diskussion über die Perspektiven der Forschung mit vielversprechenden jungen Wissenschaftlern aus aller Welt.“ Die Nominierung Frankreichs für den internationalen Tag in diesem Jahr sei deshalb nicht nur eine Ehre, sondern auch „eine Anerkennung der Stärken Frankreichs als wichtiger wissenschaftlicher Standort und der Exzellenz seiner Forschung in Spitzendisziplinen.“ Dies sei vor dem Hintergrund der Auszeichnung mit den Nobelpreisen für Literatur und Wirtschaft sowie der Zuerkennung der Fields-Medaile für Mathematik an seine Landsleute im letzten Jahr „eine Anerkennung französischer Attraktivität und Kreativität“, so der Diplomat.

— www.lindau-nobel.org

Letzte Änderung 04/09/2015

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