Frankreich bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro

Frankreich wird bei den am 5. August 2016 beginnenden Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro mit der Rekordzahl von 395 Sportlern vertreten sein. In 205 (London: 189) von 306 Wettbewerben kämpfen französische Sportlerinnen und Sportler um eine möglichst gute Platzierung. Besonders stark vertreten ist das Land dabei in den Mannschaftswettbewerben. Das ambitionierte, aber durchaus realistische Ziel, ist ein 5. Platz in der Nationenwertung. 2012 in London belegte Frankreich mit insgesamt 35 Medaillen hinter Deutschland den 7. Platz.

Die Fahne der französischen Mannschaft beim Einlauf bei der Eröffnungsfeier wird der Judoka und Goldmedaillengewinner von 2012 Teddy Riner tragen.

Ein gutes Abschneiden der französischen Olympiamannschaft würde dabei sicher der Bewerbung von Paris als Ausrichter der Olympischen Spiele 2024 gut zu Gesicht stehen.

Staatspräsident François Hollande nimmt an den Eröffnungsfeierlichkeiten in Rio de Janeiro teil und machte sich vorab im Mannschaftslager der französischen Mannschaft im olympischen Dorf und bei Gesprächen mit Verantwortlichen des IOC und der Veranstalter ein Bild von diesem Großereignis.

Frankreich als Ausrichter großer Sportereignisse

Mit der Organisation von vielen großen Sport-Events (Bahnrad-WM 2015, Ruder-WM 2015, Basketball Euro 2015, Fußball-Euro 2016, Handball-WM 2017, Eishockey-WM 2017, Kanu-Kajak WM 2017, Ringer-WM 2017, Golf Ryders-Cup 2018, Fußball-WM der Frauen 2019) stellt Frankreich vor dem Hintergrund der Olympiakandidatur von Paris seine Qualitäten als Ausrichterland großer Sportereignisse immer wieder unter Beweis.

Französischer Sport – engagiert für Integration und gegen Doping

Zur Absicherung der Erfolge der französischen Athleten sowie zur Förderung der sportlichen Betätigung der Jugendlichen hat das Ministerium für Sport Stadtentwicklung, Jugend und Sport im März 2015 neue Sportförderpläne (‚Citoyen du sport‘) aufgelegt, die besonders auch die Rolle des Sports in den sozialen Brennpunkten unterstreichen.

Frankreich ist zudem besonders engagiert für einen sauberen Sport ohne Doping und hat mit der Verordnung vom 30. September 2015 erst jüngst die neuesten Regelungen der Welt-Anti-Dopingagentur in nationales Recht übergeführt. Federführend beim Kampf gegen Doping in Frankreich ist die 2006 geschaffene l’Agence Française Antidopage (AFLD).

Bessere Förderung der Athleten

Das Gesetz vom 17. November 2015 verbessert die Lage der Sportler durch eine bessere soziale Absicherung etwa auch bei Schwangerschaft, durch erleichterte Zugangsmöglichkeiten zu Auswahlprüfungen, Studium, Lehre und Fernstudien, durch eine stärkere Verantwortung der Klubs und Sportverbände bei der beruflichen und sozialen Begleitung der Athleten und durch eine verbesserte Berücksichtigung der sportlichen Aktivitäten in der beruflichen Laufbahn der Sportler.

Der Staat unterstützt die Spitzensportler mit insgesamt 9,5 Mio. € pro Jahr, die direkt an die Sportler ausgezahlt werden. Zudem wurden für 176 Sportler 185 Verträge mit 90 Unternehmen zur Unterstützung der Athleten abgeschlossen.

- Französisches Olympiateam Franceolympique

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Letzte Änderung 18/10/2016

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