Frankreich bei der Weltausstellung in Mailand [fr]

Frankreich ist bei der vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 in Mailand stattfindenden internationalen Weltausstellung mit einem Pavillon zum Thema „Ernährung weltweit, Energie fürs Leben“ vertreten. Für den Bau des Pavillons wurde ausschließlich Holz aus dem französischen Jura verwendet.

Der Frankreich-Pavillon in Kürze:

-  1100 m² mit szenischen Darstellungen, Schautafeln und Bildmotiven
-  ein zeitgenössisches Café, eine Boutique, eine Bäckerei, ein Bereich zum aktiven Gestalten
-  Animationen, Veranstaltungen, Foren, Diskussionen, Kolloquien
-  VIP-Bereiche
-  Raum für 1000 Besucher, die pro Stunde erwartet werden
-  5000 offiziell angemeldete Delegationen
-  20 Millionen Euro öffentliche Investitionen
-  Beteiligung von 7 Ministerien.

Die Veranstalter der Expo 2015 versuchen Antworten auf die Frage zu finden: „Wie kann der gesamten Menschheit eine ausreichende, qualitativ hochwertige, gesunde und nachhaltige Ernährung garantiert werden?“
Die französische Expo-Beteiligung beruht auf vier Leitgedanken:

-  Förderung eines nachhaltigen Ernährungsmodells,
-  quantitative und qualitative Ausweitung der Produktion,
-  Innovationstransfer,
-  Verbindung einer gesunden und genussvollen Ernährung.

Für die Gewährleistung einer ausreichenden, qualitätsvollen, gesunden und nachhaltigen Ernährung für alle Menschen bedarf es größerer Anstrengungen der Entwicklungsländer, ihre Ernährungssicherheit zu verbessern. Für dieses Ziel setzt sich Frankreich im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit aktiv ein. Dabei unterstützt es insbesondere ein Landwirtschaftsmodell mit familiärem Charakter, das nicht nur Wohlstand und Beschäftigung mehrt, sondern auch eine Nahrungsmittelproduktion unterstützt, die Ökosysteme und biologische Vielfalt achtet.
Diese Zielrichtung bestimmt auch den Aufbau, das Programm und die Ausstattung des französischen Pavillons.

Für ein hochwertiges Ernährungsmodell

Als direkt Betroffener will sich Frankreich an der Lösung der weltweiten Ernährungsprobleme beteiligen und dabei konkrete und angemessene Antworten geben. Aufgrund seiner Kompetenz in den Bereichen Organisation, Wirtschaft und Wissenschaft, und aufgrund seines Engagements ist es in der Lage, den Herausforderungen bei der Qualitätssicherung von Nahrungsmitteln und dem Schutz unserer Umwelt zu begegnen. Das oberste Ziel dabei ist, die Nahrungsmittelversorgung weltweit sicherzustellen.

Die Vielfalt seiner Agrarproduktion und Fischereiressourcen erlaubt es Frankreich mit einer optimalen Flächennutzung stark auf den internationalen Märkten vertreten zu sein. Dank der Vielfalt seiner Produkte und einer innovativen Nahrungsmittelindustrie konnte Frankreich seine Gastronomie bewahren und fortentwickeln und dabei Tradition, Moderne, gesunde Ernährung und Genuss miteinander verknüpfen. Es kann sich dabei auf öffentliche und private Forschung sowie auf ein Geflecht höherer Bildungseinrichtungen stützen, deren Qualität weltweit ungeteilt anerkannt ist. Dank des wissenschaftlichen Fortschritts und der Innovation ist es in der Lage, Antworten auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Nahrungsmittelbereich zu geben.

Das von Frankreich propagierte Ernährungsmodell entspricht dem internationalen Ansatz der vielfältigen, weltweit existierenden Ernährungsmodelle. Es achtet auf das unerlässliche Gleichgewicht zwischen Genuss und gesunder Ernährung sowie der Wahrung der Ressourcen des Planeten und der Nachhaltigkeit der Ernährung.

Aus französischer Sicht ist die Ernährungssicherheit ein zentrales internationales Thema. Hierzu bedarf es aber auch der Unterstützung einer Regierungsführung, die alle Beteiligten in die Verantwortung ruft (politische Entscheidungsträger, Erzeugerorganisationen, NROs, den Privatsektor, Forscher).

- Französischer Pavillon in Mailand

Letzte Änderung 02/07/2015

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