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Frankreich für die Gründung einer globalen Umweltorganisation [ fr ]

Frankreich will sich bei der nächsten Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung im Juni 2012 (Rio+20) für die Gründung einer globalen Umweltorganisation aussprechen. Dies unterstrichen Außenminister Juppé und Umweltministerin Kosciusko-Morizet bei einem Treffen (8.9.2011) des französischen Vorbereitungskomitees Rio+20. Im Januar 2012 sollen alle französischen Akteure in Paris zu einer Konferenz zusammenkommen, um diesbezügliche Fragen zu diskutieren. Sie können schon jetzt die zu diesem Thema eingerichtete Internetseite nutzen, um sich auf dieses internationale Ereignis vorbereiten.

Frankreich unterstützt die Gründung einer globalen Umweltorganisation

Nathalie Kosciusko-Morizet hatte am 8. September 2011 den Vorsitz beim Treffen des französischen Vorbereitungskomitees Rio+20. Dieses Beratungsgremium aus Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft ist an der Ausarbeitung der Vorschläge Frankreichs für die UN- Konferenz für nachhaltige Entwicklung 2012 in Brasilien beteiligt.

In diesem Rahmen hat Ministerin Kosciusko-Morizet bekräftigt, dass sich Frankreich wie auch Europa für die Gründung einer internationalen Umweltorganisation stark machen will. Ihrer Ansicht nach „bietet Rio+20 die einzigartige Chance, eine einfache, effiziente, pragmatische und zugleich anspruchsvolle Reform der globalen umweltpolitischen Steuerung zu erreichen. Es ist an der Zeit, 2012 die Lehren aus den Mängeln des derzeitigen Systems zu ziehen. Nur wenn wir auf internationaler Ebene in Sachen Umwelt mit einer starken Stimme sprechen, wird die Fachkompetenz innerhalb der Vereinten Nationen gewährleistet sein.“

Frankreich will die Zivilgesellschaft einbinden

Die Reform der globalen umweltpolitischen Steuerung kann nicht ohne eine engere Einbindung der Vertreter der Zivilgesellschaft geschehen. Zu diesem Thema findet in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten im Januar 2012 in Paris eine Konferenz für eine demokratische Steuerung auf globaler Ebene statt, um die Bedürfnisse und Erwartungen der Wirtschaftsakteure, der Gebietskörperschaften, der Nichtregierungsorganisationen u. a. besser einzubeziehen.

Außenminister Juppé unterstützt dieses Vorgehen. Erst vor Kurzem hat er daran erinnert, dass „die Ziele der nachhaltigen Entwicklung und der Bekämpfung des Klimawandels nicht in Vergessenheit geraten dürfen, denn diese sind von herausragender Bedeutung für die Zukunft unseres Planeten. Frankreich wird in dieser Sache weiterhin in vorderster Reihe kämpfen, sei es in Durban bei der nächsten Klimakonferenz oder durch die Unterstützung des Vorhabens einer globalen Umweltorganisation bei der Konferenz Rio+20. Es wäre ein großer Irrtum zu denken, dass die so notwendige nachhaltige Entwicklung durch die Finanzkrise in den Hintergrund geraten ist.“

- Internetseite Rio+20 : www.conference-rio2012.gouv.fr

Konferenz Rio de Janeiro 2012

Die Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung findet vom 4. bis 6. Juni 2012 in Rio de Janeiro statt. Sie bietet Gelegenheit, das zivilgesellschaftliche und politische Engagement, das 1992 mit der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung geweckt wurde, neu zu beleben. Die beiden Schwerpunktthemen der bevorstehenden Konferenz sind
-  die grüne Wirtschaft im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung und der Armutsbekämpfung sowie
-  der institutionelle Rahmen der nachhaltigen Entwicklung.


Letzte Änderung 04.05.2012

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