Frankreich geht mit verbesserten Wachstumsaussichten ins Jahr 2016 [fr]

Gute Nachrichten für die französische Wirtschaft: In seinem letzten Konjunkturbericht vom 17. Dezember rechnet das Insee (Nationales Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien) mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in 2016.

Verbesserte Wachstumsaussichten

Laut Insee kann die französische Wirtschaft im ersten Quartal 2016 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,4% rechnen. Grundlage hierfür sind das schrittweise Nachlassen der Auswirkungen der Attentate, ein Ansteigen der Energieerzeugung sowie verbesserte Aussichten im Baugewerbe. Auch im zweiten Quartal sollte sich diese Tendenz verstetigen, so dass zum Ende des ersten Halbjahres ein Wachstum von 1% möglich erscheint und somit fast schon das Niveau des Jahres 2015 (+1,1%) erreicht werden kann.

Mehr Beschäftigung

Die gewerbliche Beschäftigung wird als Folge des allgemeinen Beschäftigungsanstiegs, aber auch von Maßnahmen wie CICE (Steuergutschrift für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung) sowie des Paktes für Verantwortung und Solidarität bis Juni 2016 weiter zunehmen, und zwar voraussichtlich um 35 000 Stellen im ersten Halbjahr. Die Gesamtbeschäftigung wird schneller ansteigen als die erwerbstätige Bevölkerung, was zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit führen sollte. „Diese wird Mitte 2016 bei 10,4% liegen (10,0% in Frankreich ohne die Überseegebiete) und damit auf dem gleichen Stand wie im zweiten Halbjahr 2015“.

Mehr Kaufkraft

Zuversicht kann auch aus einer dynamischen Kaufkraftentwicklung geschöpft werden. Für 2015 rechnet das Insee mit einem Kaufkraftanstieg um 1,7%, „dem stärksten Anstieg seit 2007“. Anfang 2016 wird die Kaufkraft dann um 0,3% pro Quartal ansteigen. Hierfür wird insbesondere das Konsumverhalten der Haushalte sorgen, von dem vor allem der Dienstleistungsbereich aber im Laufe des ersten Halbjahres auch zusätzlich weitere Bereiche profitieren werden.

Letzte Änderung 04/03/2016

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