Frankreich kondoliert zum Tode Shimon Peres [fr]

Erklärung von Staatspräsident François Hollande:

Mit dem Tod von Shimon Peres verliert Israel einen seiner größten Staatsmänner, einen der eifrigsten Verfechter des Friedens und einen treuen Freund Frankreichs.

Shimon Peres ist nun Teil der Geschichte, die ihn sein Leben lang begleitet hat.
Er hat das politische Leben Israels, an dessen Gründung er an der Seite Ben-Gurions aktiv teilgenommen hatte, tief geprägt. Als Mitglied zahlreicher Regierungen,
mehrfacher Premierminister und schließlich von 2007 bis 2014 Staatspräsident verkörperte Shimon Peres Israel in den Augen der Welt.

Als Mann des Friedens erhielt er 1994 an der Seite von Yitzhak Rabin und Jassir Arafat den Friedensnobelpreis nach Unterzeichnung der Abkommen von Oslo, für die er sich unerlässlich eingesetzt hatte, denn er sah im Aufkommen eines palästinensischen Staates die einzige Gewährleistung für eine Zukunft Israels in Sicherheit.

Als Visionär beeindruckte er seine Gesprächspartner mit seiner Fähigkeit, kühne Initiativen und neue Ideen vorzuschlagen, um diesem Ideal näher zu kommen. Er glaubte an das Teilen von Ressourcen und Technologien, an die Öffnung von Kommunikationskanälen, um die Völker anzunähern. Ich konnte während unseres letzten Gesprächs am 25. März ermessen, dass seine Überzeugungskraft intakt war.
Ich spreche an diesem traurigen Tag dem israelischen Volk mein tiefes Mitgefühl und seiner Familie mein Beileid aus.

Erklärung von Außenminister Jean-Marc Ayrault:

Mit großer Trauer habe ich vom Tode Shimon Peres’ erfahren. Ich spreche seiner Familie, seinen Angehörigen und dem gesamten israelischen Volk mein tief empfundenes Beileid aus.

Shimon Peres war einer der letzten Vertreter der Gründerväter Israels. Während seiner gesamten politischen Karriere, in der er die höchsten Ämter bekleidete, vermochte er ein Ideal zu verkörpern: das eines Staates Israel, der in Frieden mit seinen Nachbarn lebt. Der Nobelpreis, den er 1994 erhielt, krönte die unerlässlichen Bemühungen, die dieser Staatsmann ungeachtet aller Schwierigkeiten aufzubringen wusste, um immer wieder die Notwendigkeit für sein Land zu bekräftigen, auf den Frieden zu setzen.
Shimon Peres hat die Geschichte geprägt. Er hinterlässt als Erbe diese Kultur des Friedens, diese Vision, für die er mit unerschütterlichem Eifer eintrat und die – heute mehr denn je – als ein unausweichlicher Horizont für Israel und die gesamte Region fortbesteht. Möge sein Beispiel diejenigen inspirieren, die sich in Israel und anderswo dazu entschlossen haben, sich auf dem Weg zu engagieren, den er geebnet hat.

Letzte Änderung 17/10/2016

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