Frankreich senkt 2013 Außenhandelsdefizit um 6 Milliarden Euro [fr]

JPEG Das Außenhandelsdefizit Frankreichs ist 2013 um 6 Milliarden Euro zurückgegangen. Es betrug somit nur noch 61,2 Milliarden €, so Außenhandelsministerin Nicole Bricq bei der Vorstellung des Jahresberichts. Das entspricht einer Minderung von 17 % im Vergleich zu 2011. Das Defizit ohne Energiekosten hat sich in zwei Jahren um mehr als die Hälfte verringert und beträgt jetzt 13,5 Milliarden.
Die Anzahl der Exportunternehmen ist auf 120 700 gestiegen (2012: 119 200). Mit 4 100 ist die Zahl der Midcap-Exportunternehmen um fast 2 % gestiegen.

Angesichts der schwierigen Weltkonjunktur – Rezession in der Eurozone, Verlangsamung in den Schwellenländern – gehen die Exporte zurück (-1,3 %) und die Importe lassen ebenfalls nach (-2,3 %), was großenteils auf die Energie zurückzuführen ist.
Einen maßgeblichen Anteil an den Exporten hatten 2013 die Bereiche Agrar- und Lebensmittel, Arzneimittel und Luftfahrt. Mit einem Zuwachs von 3,3 % hat der Agrar- und Lebensmittelsektor am meisten zum Exportwachstum beigetragen. Die Pharmaexporte erreichten mit einem Zuwachs von 2,5 % ein Rekordniveau. Und die Luftfahrt bricht mit einem Überschuss von 22 Milliarden Euro ihren eigenen Rekord von 2012 und steht weiter an der Spitze der Sektoren, die einen Handelsüberschuss verzeichnen. Im Übrigen erreichen auch die von Airbus verzeichneten Aufträge ein Rekordniveau von 1 503 (2012: 833).
Das Angebot an Waren und Dienstleistungen aus den vier als vorrangig eingestuften Bereichen Agrar- und Lebensmittelsektor, Gesundheit, nachhaltige Stadtentwicklung, neue Informations- und Kommunikationstechnologien findet weltweit große Nachfrage und schlägt sich mit einem Plus von insgesamt 2 % in der Handelsbilanz nieder. Der Handelsüberschuss im Bereich Gesundheit ist um 15 % auf ca. 12 Milliarden Euro gestiegen. Auch im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung ist der Überschuss von 1 auf 5,2 Milliarden Euro gewachsen. Der Agrar- und Lebensmittelsektor verzeichnet ein Plus von 2,6 %.

Die Dienstleistungsexporte dürften um ca. 3,4 % gestiegen sein und können somit einen Rekordüberschuss von 33,2 Milliarden Euro verbuchen.

Zwar gehen die Exporte von Dienstleistungen nach Asien um 3,5 % zurück. Auch in die Länder der Europäischen Union wurden 2013 weniger Dienstleistungen (-0,7 %) exportiert. Die Exporte in die Vereinigten Staaten dagegen sind um weitere 1,5 % gestiegen.

Letzte Änderung 14/02/2014

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