Frankreich will mit ″Innovation 2030″ nachhaltiges Wachstum fördern [fr]

JPEG Frankreich will in den kommenden 10 Jahren französische Unternehmen in sieben Schwerpunktbereichen als Weltmarktführer etablieren. Dieses Ziel gibt der Abschlussbericht der Kommission ″Innovation 2030″ aus, der dem Staatspräsidenten am 11. Oktober 2013 übergeben wurde. Das Prinzip der Innovation und Risikobereitschaft als Basis des wirtschaftlichen Erfolges soll dabei auf staatlicher Ebene verankert und auch bei der öffentlichen Auftragsvergabe berücksichtigt werden.

Die 7 prioritären Sektoren sind:

- Energiespeicherung
- Recycling von Ressourcen (seltene Metalle)
- Nutzung mariner Ressourcen (Metalle, Meerwasserentsalzung)
- Pflanzenproteine und grüne Chemie
- Personalisierte Medizin
- ″Silver Economy″ – Innovation im Dienste der steigenden Lebenserwartung
- ″Big Data″

Anfang Dezember sollen sieben Innovationswettbewerbe mit internationaler Ausrichtung starten. Dabei stehen den ausgewählten Projekten in der Seed-Phase 300 Millionen Euro aus dem Programm für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung.

Die Kommission ″Innovation 2030″

Die vom französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault einberufene Kommission aus Wissenschaftlern, Unternehmern und Volkswirten, unter der Führung der ehemaligen Chefin des Atomkonzerns AREVA Anne Lauvergeon, ist Teil des Projektes ″Nouvelle France Industrielle″, bei dem es darum geht mit 34 Aktionsplänen die Position der französischen Industrie auf den Weltmärkten zu stärken.
Angesichts der globalen Bedürfnisse und der wachsenden Probleme (Verknappung der Ressourcen, zunehmende Verstädterung, wachsendes Sicherheitsbedürfnis, steigende Lebenserwartung, Zunahme der Weltbevölkerung, Klimawandel etc.) wurden dabei Schwerpunktsektoren mit einem starken Innovationspotential für Wachstum und eine nachhaltige Beschäftigung benannt. Grundlage waren dabei Bereiche, in denen Frankreich bereits in der Vergangenheit gute Ergebnisse in der öffentlichen Forschung und in großen aber auch jungen innovativen Unternehmen erreicht hat. Zukunftsforscher, Minister, Gründer verschiedenster innovativer Unternehmen, Studenten etc. lieferten hierfür wichtige Hinweise.

Ziel der Kommission war es auch, konkrete Sektoren zu benennen und sich nicht auf breitgefächerte Prioritäten wie die Ökotechnologien, die Biotechnologien oder Wellenkraftwerke festzulegen.

- Detaillierte Informationen zu den sieben prioritären Sektoren

- Vollständiges Dokument

- Innovation 2030 - 25. April 2013

Letzte Änderung 22/10/2013

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