Frankreichs Außenhandelsbilanz bei Waren- und Dienstleistungen 2015 positiv [fr]

Der Staatssekretär für Außenhandel, Tourismusförderung und Auslandsfranzosen, Matthias Fekl, stellte zum ersten Mal gleichzeitig die Außenhandelsbilanz für Waren (Zoll) und Dienstleistungen (Banque de France) vor. Die Zahlen verdeutlichen den Anteil Frankreichs am internationalen Handel im Vorjahr. Indem sich die Regierung der offiziellen Darstellung dieser Zahlen in den meisten Industrieländern anpasst (USA, Deutschland, Großbritannien, usw.), wird die Einbindung Frankreichs in den internationalen Handel besser berücksichtigt.

Die wichtigsten Zahlen

-  Defizitabbau des Waren- und Dienstleistungsverkehrs Frankreichs auf minus 9,4 Mrd. € 2015, der niedrigste Stand seit 10 Jahren. (Höchststand: minus 41 Mrd. € 2011)
-  Stabil bleibender Überschuss im Dienstleistungssektor: 13,8 Mrd. €. Dieser ist gegenüber 2014 allerdings geringer ausgefallen, insbesondere auf Grund des schwindenden Überschusses im Bereich der Dienstleistungen an Unternehmen sowie im Reise- und Verkehrssektor.
-  Überschuss in Zusammenhang mit den fortschreitenden Handelstätigkeiten: 24,9 Mrd. € 2015 nach 21 Mrd. € 2014.
-  Das vierte Jahr in Folge sank das Handelsdefizit Frankreichs zwischen 2014 und 2015, und zwar um über 20 % auf minus 45,7 Mrd. €.
-  Wiedererstarken der Güter- und Dienstleistungsexporte: plus 4,5 % Wertsteigerung im Vergleich zu 2014 und plus 5,9 % Mengenzuwachs.
-  Bedeutender Anstieg der Exportunternehmen 2015 von 121 000 auf 125 000 (+3,1 %). Dies ist vor allem auf den Zustrom neuer Exportbetriebe zurückzuführen, insbesondere im Handels- und Dienstleistungssektor. Das ist der höchste Stand seit 2003.
-  Zum ersten Mal seit acht Jahren müsste die laufende Leistungsbilanz Frankreichs 2015 nahezu ausgeglichen sein.
-  Im Bereich der Waren steigen die französischen Exporte schneller (+4,3 %) als der Welthandel (+2,6 %), der durch den Rückgang in den Schwellenländern gebremst wird.
-  Frankreichs Marktanteil bleibt auf globaler Ebene stabil bei 3,1 %.

In geografischer Hinsicht wird der Zuwachs der französischen Exporte in diesem Jahr insbesondere unterstützt durch die entwickelten Volkswirtschaften, zum Beispiel die Europäische Union und die USA.

Unter den Schwellenländern haben die Türkei und China am meisten zur Steigerung unserer Exporte trotz des Rückgangs der chinesischen Importe 2015 beigetragen.

Staatssekretär Matthias Fekl: „Trotz des Rückgangs des Welthandels im Jahr 2015 konnte Frankreich von einem Zusammenspiel verschiedener positiver Faktoren profitieren. Die Dynamik der Exporte zeugt von der Fähigkeit der französischen Unternehmen, in einem unsicheren internationalen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. In diesem Zusammenhang haben sich die geografische Ausrichtung unserer Exporte und unsere Spezialisierung auf bestimmte Sektoren dank des Wiederanstiegs der Handelstätigkeit in den aufstrebenden Volkswirtschaften - insbesondere in der Eurozone, die unser bedeutendster Markt bleibt - sowie dank der Dynamik unserer Exporte in den Bereichen Verkehr und Luxusgüter als Vorteil erwiesen. Wenn wir auch - außer im Energiesektor - eine Verschlechterung des Handelssaldos feststellen, so steht die Zunahme unserer Importe, die einer der Hauptgründe für diese Verschlechterung ist, doch zu einem großen Teil für einen Wiederanstieg der Handelstätigkeit in Frankreich. Im Dienstleistungsbereich behauptet Frankreich seine Stellung als größtes Exportland mit einem stabilen Überschuss. Eine weitere Erkenntnis: Der Saldo der aktuellen Markttransaktionen dürfte zum ersten Mal seit acht Jahren praktisch ausgeglichen sein. Dies ist ein Faktor für Stabilität und nachhaltigen Außenhandel unserer Wirtschaft.
Ich freue mich feststellen zu dürfen, dass die Zahl der exportierenden Unternehmen mit 125 000 einen neuen Höchststand seit 2003 erreicht hat. Seit meiner Ernennung habe ich den Anstieg der Zahl der Exportunternehmen in Frankreich, insbesondere der KMU/Midcap-Unternehmen, zu einer meiner Prioritäten gemacht. Es handelt sich also um ein äußerst positives Signal und einen gemeinsamen Erfolg, der insbesondere vom Engagement aller im Strategischen Rat für Export und in den Regionen vertretenen Akteure getragen wird: 2016 werden wir den Export weiterhin fördern. Bis 2017 sollen 3 000 KMU von vereinfachten Exportbedingungen profitieren. (…)“

Letzte Änderung 13/04/2016

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