Frankreichs Diplomatie bei Gleichstellung auf gutem Weg [fr]

Die Gleichstellung von Frauen und Männern steht ganz oben auf der Agenda des französischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung. Dies gilt für das Ministerium ebenso wie im Rahmen der internationalen Beziehungen und der Entwicklungszusammenarbeit (Roadmap für die Gleichstellung, politische Forderungen, Gender-Strategie).

Gleichstellung im Ministerium

Der Quai d’Orsay kann anlässlich des internationalen Tages der Rechte der Frauen am 8. März eine positive Bilanz seiner Gleichstellungspolitik ziehen.

Seit geraumer Zeit steht die Erhöhung der Zahl der Frauen in Leitungspositionen und die Sensibilisierung für die berufliche Gleichstellung der Frau im Zentrum der Personalpolitik des Ministeriums.

Der Frauenanteil beträgt:

-  52% bei den verbeamteten Mitarbeitern des Ministeriums (2900 von 5583 Stellen)
-  27% in den Leitungspositionen

Eine voluntaristische Politik der Regierung zeigt inzwischen schnelle Erfolge auf dem Weg zu einer paritätischen Besetzung der Funktionen:

-  Von 2012 bis 2016 stieg der Anteil weiblicher Botschafter von 11 auf 24%. d.h. 40 von 180 Botschaftern bzw. 8 von 22 Botschaftern für besondere Aufgaben waren Frauen

-  Bei den Eingangsprüfungen für den höheren diplomatischen Dienst lag der Frauenanteil zwischen 2007 und 2014 bei 50% (36% zwischen 2002 und 2006)

-  50% der Vorsitzenden und 43% der Mitglieder der Prüfungskomitees im Ministerium sind Frauen

-  50% der seit 2013 in den höheren Dienst eingetretenen Diplomaten sind Frauen

Stärkung der Frauenrechte auf internationaler Ebene

Die Stärkung der Rolle der Frauen und die systematische Berücksichtigung der Gender-Problematik in das außenpolitische Handeln sind bereichsübergreifende Schwerpunkte der französischen Entwicklungshilfepolitik.

Die Strategie „Gender und Entwicklung“ (2014 – 2017) macht deutlich, dass ein Schwerpunkt des außenpolitischen Handelns Frankreichs auf der Reduzierung von Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern liegt. Das Gesetz vom 7. Juli 2015 stellt die Bekämpfung dieser Ungleichheiten in den Mittelpunkt der französischen Politik für Entwicklung und internationale Solidarität.

Einige Beispiele konkreter Aktionen und Projekte:

-  Förderung des Programms „Femmes d’avenir en Méditerrannée“ mit 2,4 Mio. €. Das Programm bietet jungen Frauen aus den südlichen Mittelmeerländern Ausbildungszyklen zum Thema Gleichstellung der Geschlechter und Frauen in Führungspositionen.

-  Begleitung der Zivilgesellschaft: Finanzierung der Beteiligung von sechs Nichtregierungsorganisationen, die Frauen weltweit vertreten, an der UN-Frauenrechtskommission (Commission on the Status of Women) 2015

-  Entwicklungshilfe: Der Genderbezug ist künftig ein Kriterium für die Zuteilung von Mitteln der französischen Entwicklungsagentur – 67% der finanzierten Projekte aus 2015 haben dieses Kriterium berücksichtigt.

-  Förderung der Gleichstellung der Geschlechter als nachhaltiges Entwicklungsziel: Koordinierung der Finanzierung eines Projektes zur Bekämpfung von Homophobie und Gewalt gegen Frauen in Georgien durch die Agentur Expertise France im Jahr 2015.

Letzte Änderung 18/05/2016

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