Französisches Kino auch 2015 wieder international topp [fr]

2015 erreichten die französischen Filme wie im Vorjahr im Ausland noch höhere Besucherzahlen als im Inland. Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung trägt gemeinsam mit seinen Mittlerorganisationen und seinem Kulturnetzwerk entscheidend zum Erfolg des französischen Kinos im Ausland bei.

Auch Anfang 2016 waren die Besucherzahlen laut Unifrance wieder sehr vielversprechend:

-  Im dritten Jahr innerhalb von nur 4 Jahren haben die französischen Filme international mehr als 100 Millionen Zuschauer in die Kinosäle gelockt. Mit 600 Millionen Euro Einnahmen im Ausland feiert das französische Kino 2015 sein drittbestes Jahr seit über 20 Jahren. Hierbei machen Animationsfilme 20% der Besucherzahlen aus.

-  Asien wird mit 28,9 Mio. Besuchern Hauptexportregion vor Westeuropa (25,6 Mio.), Lateinamerika (22,3 Mio.) und Nordamerika (15,4 Mio.).

-  Die Online-Veranstaltung MyFrenchfilm Festival erlebte bei seiner 6. Ausgabe vom 18. Januar bis 18. Februar 2016 mit 6,5 Millionen Besuchen den größten Erfolg seit seiner Gründung.

2015 von Erfolg gekrönt

-  Le Petit Prince wurde mit 15 Millionen Zuschauern der international erfolgreichste französische Animationsfilm der letzten 20 Jahre. Die Filmproduzenten wurden dafür von Unifrance [1] mit dem Prix du cinéma français ausgezeichnet.

-  Die französische Animationsfilmschule Gobelins, école des images stand 2015 auf Platz 1 des Rankings der renommierten Animation Career Review ACR; drei weitere französische Filmhochschulen waren unter den Top Ten – ein weiterer Beweis für die Dynamik und Qualität der französischen Filmbranche.

Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung wird Frankreich offiziell mit dem Film „Mustang“ in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films vertreten sein, was dank der Unterstützung des Centre national du cinéma et de l’image animée sowie des Institut français möglich wurde.

Auch bei den internationalen Filmfestivals zeigt sich der Erfolg des französischen Kinos: So wurde zum Beispiel Dheepan in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet; Emmanuelle Bercot und Vincent Lindaon erhielten in Venedig den Preis für die besten Darsteller, ebenso Fabrice Luchini; Maman(s) erhielt den Preis für den besten Kurzfilm bei den Filmfestspielen in Toronto, usw.

Der internationale Erfolg des französischen Kinos macht Frankreich zu einem attraktiven Standort und somit zu einem großen Plus der französischen Wirtschaftsdiplomatie.

Auch im Jahr 2016 darf im In- und Ausland wieder das vielfältige Angebot des französischen Kinos genossen werden. Hier eine kleine Auswahl an Filmstarts: der Dokumantarfilm Les Saisons von Jacques Perrin, der Animationsfilm Ballerina, die Komödie Les Visiteurs 3, die Thriller Blood Father von Jean-François Richet sowie Shut In, aber auch Chocolat von Roschdy Zem, Cézanne et moi von Danièle Thompson, Quand on a 17 ans von André Téchiné, Personal Shopper von Olivier Assayas, Une vie von Stéphane Brizé, Planétarium von Rebecca Zlotowski und Mal de pierres von Nicole Garcia.

[1Unifrance ist die „Auslandsvertretung“ der französischen Filmbranche. Ihr Aufgabenschwerpunkt ist die Exportförderung für französische Spiel-, Dokumentar-, Fernseh- und Kurzfilme.

Letzte Änderung 03/05/2016

Seitenanfang