Friedensnobelpreis an den nationalen Dialog : Tunesien weiter unterstützen [fr]

Der Friedensnobelpreis ging am Freitag, den 9. Oktober 2015, an den nationalen Dialog in Tunesien, ein Quartett aus vier Organisationen der Zivilgesellschaft, das sich durch „seinen entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer pluralistischen Demokratie in Tunesien nach der „Jasmin-Revolution“ von 2011“ ausgezeichnet hat, so das Nobelpreiskomitee in Stockholm.

Im Herbst 2013 haben sich der tunesische Gewerkschaftsverband, der Arbeitgeberverband (UTICA), die Menschenrechtsliga und die Anwaltskammer zu einem für die junge Demokratie kritischen Zeitpunkt für die Aufrechterhaltung des „nationalen Dialogs“ der politischen Gruppierungen untereinander eingesetzt.
Gleich nach Bekanntgabe der Preisträger hat Staatspräsident François Hollande diese mit den Worten beglückwünscht: „Der an Tunesien verliehene Nobelpreis würdigt den Erfolg des demokratischen Übergangs.“ Premierminister Manuel Valls sagte auf Twitter: „Die Bemühungen des tunesischen Volkes wurden durch den Friedensnobelpreis gewürdigt. Es lebe die Demokratie in Tunesien!“

Frankreichs diplomatische Unterstützung

Außenminister Laurent Fabius betonte, dass „dieser Nobelpreis die unablässigen Bemühungen zu Gunsten der Demokratie in Tunesien krönt (…). Es ist eine Botschaft der Hoffnung für das Streben nach Demokratie, das in der arabischen Welt und darüber hinaus deutlich wird. Frankreich wird Tunesien mit aller Kraft unterstützen“.
Seit der Revolution 2011 hat sich Frankreich unablässig für die jungen demokratischen Institutionen eingesetzt. Vergangenen September wurde eine Delegation von Abgeordneten empfangen, um ihnen zu ermöglichen, Ihr Wissen über unsere Institutionen zu vertiefen.

Zahlreiche bilaterale Besuche haben ebenfalls dazu beigetragen, das vertrauensvolle Verhältnis unserer beiden Länder zu stärken: Zwischen 2013 und 2015 hat Staatspräsident Hollande drei Mal Tunesien besucht, auch nach dem Attentat auf das Bardo-Museum am 18. März diesen Jahres. Der tunesische Präsident Beji Caid Essebsi wurde im April 2015 zu einem Staatsbesuch empfangen.

Letzte Änderung 03/12/2015

Seitenanfang