Der Außenamtssprecher zur Rolle afrikanischen Truppen bei der Befriedung Malis (1. März 2013)
Bei den Bemühungen um die Wiederherstellung der territorialen Integrität Malis spielt Tschad eine sehr wichtige Rolle. (…)
Die Entsendung der AFISMA-Truppen ist im Gange. Und sie ist bereits weit vorangeschritten, denn von insgesamt 6 000 Soldaten (zu denen 2 500 tschadische Soldaten hinzu kommen) befinden sich schon 4 000 im Einsatz vor Ort.
Ziel ist nach wie vor die vollständige Entsendung der AFISMA-Truppen in kürzester Zeit und die Ablösung der französischen Soldaten. Die französischen Streitkräfte werden nicht übereilt abziehen, aber sie werden auch nicht für immer in Mali bleiben. Das haben wir von Anfang an deutlich gesagt. Die Ablösung muss durch die AFISMA erfolgen, und die AFISMA muss durch eine friedenserhaltende Maßnahme, die im UN-Sicherheitsrat bereits besprochen wird, abgelöst werden. (…)
Der Grundgedanke besteht darin, die afrikanisch geführte AFISMA in eine friedenserhaltende Maßnahme umzuwandeln, die auch weiterhin stark afrikanisch geprägt sein muss. Was nicht heißen soll, dass die gesamte AFISMA in Blauhelme umgewandelt werden soll. (…)
Im Sicherheitsrat wird bereits darüber debattiert. Der Präsident des Sicherheitsrats hat den Generalsekretär um einen Bericht gebeten, der bis Mitte März vorliegen soll. Auf der Grundlage dieses Berichts werden die Aufgaben dieser friedenserhaltenden Maßnahme festgelegt. (…)
Auch hier hat sich Frankreich schon sehr früh in diesen Prozess eingebracht. Wir haben schon in der Vergangenheit an Maßnahmen in Afrika teilgenommen, die unter dem Dach der Vereinten Nationen standen. Wir können uns aber auch andere Konstellationen vorstellen.
