Gedenkstätte an den Ersten Weltkrieg in Verdun wieder eröffnet [fr]

100 Jahre nach dem Beginn der mörderischen Schlacht von Verdun im Ersten Weltkrieg wurde am 22. Februar 2016 das „Mémorial de Verdun“ nach einer vollständigen Renovierung mit einer erweiterten Ausstellungsfläche auf drei Ebenen und einem neuen museumspädagogischen Konzept wieder für das Publikum geöffnet. Es gibt dabei Einblicke in das Geschehen aus der Sicht der beiden Konfliktparteien.
Die Gedenkstätte war seit September 2013 geschlossen.

Das Museum ist ganzjährlich geöffnet:

- bis zum 31. März von 9:30 bis 17:00 Uhr
- vom 1. April bis zum 13. November von 9:30 bis 19:00 Uhr
- vom 14. November bis zum 31. Dezember 2016 von 9:30 bis 17:00 Uhr

- Memorial Verdun (auch in deutscher Sprache)
- de.france.fr
- Dossier des Verteidigungsministeriums

Außenminister Jean-Marc Ayrault wies am 22. Februar 2016 in Berlin auf die Bedeutung der Ereignisse von 1916 hin:

Dieses Martyrium von Verdun nimmt uns in die Pflicht. Sein Gedenken darf kein bloßer Augenblick der Besinnung sein, der schnell wieder vergessen ist. Es muss vielmehr die Quelle unserer Energie sein, um unermüdlich zu handeln. Denn es ist unsere gemeinsame Geschichte, es ist die besondere Bedeutung der Beziehung unserer Länder, die da ist und eine wesentliche Rolle spielt.

Gedenkveranstaltungen 2016

Um an dieses apokalyptische Ereignis mit seinen über 300 000 Toten und nahezu 400 000 Verletzten bis zum Ende der Schlacht am 19. Dezember 1916 zu erinnern, hat Frankreich 2016 eine Reihe von Gedenkveranstaltungen geplant. Höhepunkt wird dabei die offizielle Einweihung des neuen Memorials am 29. Mai durch Staatspräsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel sein.
Das Memorial wurde 1967 auf Initiative des Comité national de souvenir de Verdun am Standort des Bahnhofs Fleury-devant-Douaumont errichtet.

Letzte Änderung 29/04/2016

Seitenanfang