Gesetzgeber regelt Konkurrenzangebote für Taxis [fr]

GIF Auch in Frankreich haben sich die Taxis der neuen Smartphone-Konkurrenz der innerstädtischen Mitfahrdienste zu stellen.

Mit dem am 18. September 2014 endgültig von der Nationalversammlung verabschiedeten Gesetz für Taxis und private Fahrdienste mit Chauffeur (VTC) hat der Gesetzgeber nun einen neuen Rahmen geschaffen, der mit der Veröffentlichung im Journal officiel am 2. Oktober 2014 in Kraft trat. .

Das Gesetz legt den Rahmen für den Beruf des Taxifahrers und des VTC fest. Damit wird vermieden, dass die VTC weiterhin den Taxiunternehmen Kunden auf der Straße oder im Netz „wegschnappen“ können. Die Taxifahrer können von nun an ihre Verfügbarkeit in Echtzeit auf einer dafür eingerichteten Internetseite anzeigen, wohingegen die VTC nur Kunden nach vorheriger Reservierung mitnehmen dürfen. Zudem ist es den VTC künftig nicht mehr gestattet, in der Nähe von Bahnhöfen und Flughäfen zu stehen, „es sei denn, sie können eine Vorreservierung oder einen Vertrag mit dem Endkunden vorweisen“. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld von bis zu 15 000 € und einem Jahr Gefängnis geahndet.

Taxis, die für ein bestimmtes Gebiet autorisiert sind, müssen künftig eine einheitliche Farbe haben. Zudem müssen sie mit einem Gerät zur Kartenzahlung ausgerüstet sein. Die Taxilizenzen werden weiterhin kostenlos vergeben, jedoch nur nach Warteliste und für die Dauer von 5 Jahren. Die bislang autorisierte Veräußerung einer Lizenz durch seinen Inhaber ist jedoch künftig untersagt. Die Fahrer von Motorradtaxis müssen Inhaber eines Befähigungsnachweises sein und eine mindestens dreijährige Fahrpraxis auf einem Motorrad oder Motorroller vorweisen können.

Letzte Änderung 26/06/2015

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