Griechenland: Für Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität [fr]

In einer gemeinsamen Erklärung vor der Presse im Anschluss an ihre Beratungen am 6.7.2015 nahmen Staatspräsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Lage nach dem griechischen Referendum Stellung.

Staatspräsident François Hollande

„Wir nehmen das Ergebnis zur Kenntnis und respektieren die Wahl der Griechen, denn Europa steht für Demokratie. Wir haben ferner die Botschaft aller demokratischen Parteien Griechenlands gehört, die heute zusammengekommen sind und ihren Willen kundgetan haben, dass ihr Land in der Eurozone bleiben soll.

Die Tür steht offen für Gespräche und es liegt nun an der Regierung von Alexis Tsipras, ernsthafte und glaubwürdige Vorschläge zu machen, damit dieser Wunsch, in der Eurozone zu verbleiben, in einem nachhaltig angelegten Programm Ausdruck findet.
Griechenland braucht Beständigkeit innerhalb der Eurozone mit klaren und stabilen Regeln. Dies gilt auch für die Eurozone selbst.

Am Dienstag findet also ein Gipfeltreffen der Eurozone statt. Dort werden die Staats- und Regierungschefs ausgehend von den Vorschlägen, die Griechenland unterbreiten wird, eine gemeinsame Position erarbeiten. Aber ich möchte noch einmal betonen, dass nicht mehr viel Zeit bleibt und Dringlichkeit herrscht - für Griechenland und für Europa. Hier stehen Ansehen, Glaubwürdigkeit und – ja sogar - Würde auf dem Spiel.
Europa steht in der Verantwortung. Europa ist nicht nur ein Wirtschafts-, Währungs- und Finanzkonstrukt. Europa ist ein Zusammenschluss, der auf Werten, Grundsätzen und einer Auffassung der Welt - nicht nur unseres Kontinents - aufbaut, die auf Freiheit, Offenheit und Respekt gründet.

In diesem Europa ist Platz für Solidarität. Ganz Europa ist gleichbedeutend mit Solidarität, und es darf ruhig noch mehr werden. Aber es geht auch um Verantwortung: Das Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität muss unser Vorgehen in den kommenden Tagen leiten.“
(…)

Statement von Bundeskanzlerin Angela Merkel} }

Staatspräsident François Hollande empfing am Abend des 6. Juli Bundeskanzlerin Angela Merkel im Elysée-Palast zu einem Gespräch und einem Arbeitsessen, um die Konsequenzen aus dem Referendum in Griechenland zu erörtern.

Das Treffen fand im Rahmen der ständigen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland mit dem Ziel statt, zu einer dauerhaften Lösung für Griechenland zu kommen..

Letzte Änderung 14/09/2015

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