Der internationale Tag der Pressefreiheit steht für das Außenministerium dieses Jahr im Zeichen der drei französischen Journalisten bzw. Fotografen Lucas Dolega, Gilles Jacquier und Rémi Ochlik, die bei der Berichterstattung in Tunesien (2011) und in Syrien (2012) ums Leben kamen.
Frankreich unterstreicht damit erneut die Bedeutung der freien Meinungsäußerung als Grundrecht und würdigt mit dem Gedenken an die drei Berichterstatter den Mut, die Freiheit und das Erkenntnisvermögen der Fotografen und Journalisten, die überall auf der Welt der Zensur und der Repression trotzen und Gefahren eingehen, um uns über die Geschehnisse in der Welt zu informieren und auf die Manipulation von Informationen und Nachrichten aufmerksam zu machen.
Wenn Journalisten ihren Beruf ausüben und ihrer Informationspflicht nachkommen, verteidigen sie damit zugleich unsere Freiheit. Mit Worten, Bildern und Tönen unterlegen sie das Leid und auch die Hoffnung derer, die ohne sie zum Schweigern verdammt wären.
Erklärung von Außenminister Alain Juppé, Paris 3.Mai 2012
An diesem internationalen Tag der Pressefreiheit denke ich in erster Linie an die französischen Journalisten und Photographen Lucas Deloga, Gilles Jacquier und Rémi Ochlik, die in den letzten Monaten bei Reportagen in Tunesien und Syrien getötet wurden, und an ihre Familien und Freunde. Ich habe mir gewünscht, dass das Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten sie ehrt, indem ihre symbolträchtigsten Bilder des Arabischen Frühlings und ihrer demokratischen Bestrebungen auf der Internetseite France Diplomatie gezeigt werden.
Dieser Tag ist für mich auch Anlass, an den tatkräftigen Einsatz Frankreichs in Paris wie auch in Bogota für die Befreiung von Roméo Langlois von France 24 zu erinnern, der in Kolumbien festgehalten wird.
Im letzten Jahr wurden laut Reporter ohne Grenzen 66 Journalisten getötet und etwa tausend von ihnen festgenommen oder inhaftiert.
Ich möchte all die Journalisten würdigen, die die Ausübung ihres oft gefährlichen Berufs bei der Suche nach der Wahrheit in Ländern, in denen es häufig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt oder die von Diktatoren geführt werden, mit ihrem Leben oder ihrer Freiheit bezahlt haben.
Wir müssen den Mut all jener würdigen, die überall auf der Welt unter Einsatz ihres Lebens das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit verteidigen, dieses universelle und grundlegende Recht, das in vielen Ländern noch immer verletzt wird.
Die freie Ausübung des Journalistenberufs gehört zu den Prioritäten unserer Politik für die Menschenrechte. Denn jeder sieht, dass der erste Reflex der Feinde der Freiheit darin besteht, die Presse mundtot zu machen, und dass freie Medien die wichtigsten Verbündeten der Freiheitskämpfer sind. In dieser Hinsicht schenkt Frankreich einem freien Cyberspace ebenfalls besondere Aufmerksamkeit.
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