Interview mit Finanzminister Moscovici in Der Spiegel [fr]

GIF Finanzminister Moscovici in Der Spiegel: Reformpolitik wird schneller und entschiedener vorangetrieben

Im Vorfeld des deutsch-französischen Finanz- und Wirtschaftsrats am 27. Januar 2014 in Paris hat Finanzminister Pierre Moscovici in der Ausgabe 5/14 des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL zur Beschleunigung der Reformagenda Frankreichs und zur Rückführung der Staatsausgaben Stellung bezogen.

Frankreich sei kein Land im Niedergang, sondern immer noch die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, so der Minister. Es brauche allerdings dringend Strukturreformen, um seine verlorene Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Die Notwendigkeit zu Veränderungen sei den Franzosen dabei durchaus bewusst. In diesem Sinne entlaste die Regierung die Unternehmen bei den Lohnnebenkosten und fahre die öffentlichen Haushalte mit einer Senkung der Ausgaben um 75 Mrd. € in fünf Jahren zurück. Damit werde die Staatsquote von 57% auf 53% gesenkt.

Moscovici gab sich überzeugt, mit der neuen deutschen Regierung in Europa viel erreichen zu können. Dies gelte beim Thema Wachstum und bei der Umsetzung der Bankenunion. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf sein gutes Verhältnis zum deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble. Er könne die Sorgen der Deutschen um ihre öffentlichen Finanzen und die Ersparnisse der Bürger verstehen, so Moscovici, gab aber zu bedenken, dass “mutige Instrumente zur Vergemeinschaftung auch in ihrem Interesse“ seien, denn stärkere Partner würden auch Deutschland stärken.

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Letzte Änderung 03/02/2014

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