Irak: Ministertreffen zur Stabilisierung Mossuls in Paris [fr]

Frankreich und Irak haben am 20. Oktober in Paris gemeinsam ein Ministertreffen zur Stabilisierung der Stadt Mossul geleitet.

Teilnehmende Länder und Organisationen waren: Deutschland, Saudi-Arabien, Bahrain, Kanada, China, Korea, Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Spanien, Iran, Italien, Japan, Jordanien, Kuwait, Oman, Niederlande, Katar, Großbritannien, die Türkei, die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die Arabische Liga.

Das Treffen fand zu einem entscheidenden Zeitpunkt der Bodenoffensive der irakischen Kräfte und des internationalen Bündnisses im Kampf gegen die Terrormiliz Daesch statt..

Die Konferenzteilnehmer bekräftigten ihr Festhalten an der Einheit, der territorialen Integrität und der Souveränität Iraks. Sie brachten ihre Solidarität und ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, Irak weiterhin auf dessen Gesuch hin bei der uneingeschränkten Achtung seiner Souveränität, beim Kampf gegen Daesch und der Befreiung Mossuls zu unterstützen.

Bei dem Treffen wurde daran erinnert, dass der Schutz der Zivilbevölkerung – unter Achtung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts – oberste Notwendigkeit hat und mit allen Mitteln gewährleistet werden muss.

Die Teilnehmer brachten ihre Solidarität mit der irakischen Bevölkerung zum Ausdruck sowie ihre Engagement angesichts des Ausmaßes des humanitären Bedarfs. Sie kamen überein, ihre Anstrengungen im Bereich der humanitären Nothilfe und der sofortigen Stabilisierung bei der irakischen Regierung und den Verantwortlichen vor Ort fortzusetzen, insbesondere unter Koordinierung der Vereinten Nationen. Die Partnerstaaten Iraks erklärten sich ferner bereit, dem Land beim Wiederaufbau zu helfen, unter anderem durch die Beisteuerung von Know-how und angemessene finanzielle Unterstützung.

Die Konferenzteilnehmer betonten, dass die Stabilisierung Mossuls und der Region sowie aller von Daesch befreiten Gebiete auf strategischer und humanitärer Ebene Priorität hat, damit die Millionen Menschen, die innerhalb des Landes geflüchtet sind, in Sicherheit und Würde in ihre Häuser zurückkehren können.

Um Daesch dauerhaft zu besiegen, riefen die Teilnehmer zu einem umfassenden politischen Abkommen zwischen den irakischen Verantwortungsträgern und den lokalen Akteuren auf, um so eine verstärkte politische Führung der Stadt Mossul und der Region zu gewährleisten. Das Abkommen solle einen integrativen Ansatz verfolgen, die Vielfältigkeit der Bevölkerung berücksichtigen und ein friedliches Miteinander gewährleisten. Des Weiteren begrüßten die Teilnehmer die Entschlossenheit der irakischen Regierung, Reformen zur Regierungsführung und zur nationalen Aussöhnung durchzuführen, die angesichts der Bestrebungen des gesamten irakischen Volkes in seiner Vielfalt und unter Achtung der Einheit des Iraks unverzichtbar sind.

Außenminister Jean-Marc Ayrault auf der anschließenden Pressekonferenzt:


„Die Schlacht um Mossul ist entscheidend. Sie ist auf militärischer Ebene entscheidend, denn sie trifft Daesch mitten ins Herz, dort, wo er glaubte, seine wichtigste Basis errichten zu können. Mit dieser Schlacht muss es uns gelingen, die Gefahr auszulöschen, die Daesch für all unsere Länder darstellt, zunächst für Irak, für die Länder in der Region, aber auch für uns, Franzosen und Europäer.“

Letzte Änderung 07/11/2016

Seitenanfang