Kommunalwahlen 2014 nach neuen Regeln [fr]

GIF Am 23. und 30. März 2014 finden in den 36682 Gemeinden Frankreichs Kommunalwahlen in zwei Wahlgängen statt. Der Wahlmodus dieser alle sechs Jahre stattfindenden Urnengänge hängt dabei von der Größe der Gemeinden ab. Aufgrund der 2013 erfolgten gesetzlichen Änderung der Wahlmodalitäten kommt es aber bei der anstehenden Wahl im Vergleich zu 2008 zu drei wichtigen Neuerungen.

-  In Gemeinden mit 1 000 und mehr Einwohnern (statt bisher 3 500 und mehr Einwohnern) erfolgt eine Listenwahl mit zwei Wahlgängen. Diese Änderung, die insgesamt 6550 Gemeinden betrifft, wird die Zahl der Gemeinderatsmitglieder um etwa 16 000 erhöhen. Zudem besteht die Pflicht der paritätischen Nominierung von männlichen und weiblichen Kandidaten nach dem Reißverschlussverfahren ab jetzt ab einer Gemeindegröße von 1000 Ew.. Diese Regelung dürfte zur Wahl von weiteren 16 000 weiblichen Gemeinderatsmitgliedern führen.

-  In Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern (vorher 3 500 Ew.) werden die Mitglieder des Gemeinderats nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt. Bei Gemeinden mit unter 100 Ew. wird die Zahl der Gemeinderatsmitglieder von 9 auf 7 abgesenkt.

-  Die Vertreter der Gemeinden in der übergeordneten Struktur der Kommunalverbände (EPCI) werden erstmals auf einem einzigen Wahlzettel zusammen mit den Gemeinderäten direkt gewählt. Hierzu zählen Gesamtgemeinden, Umland-, Stadt- und Metropolverbünde. Bisher wurden die Mitglieder dieser Kommunalverbände durch den Gemeinderat gewählt. Die direkte Legitimierung durch den Bürger war aufgrund der Kompetenzerweiterung mit der Erhebung eigener Steuern zur Finanzierung ihrer Aufgaben notwendig geworden.

Weiter Informationen:

- Wahlverfahren

- article 3380

Letzte Änderung 30/01/2014

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