Krisenzentrum des Außenministeriums

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Das Krisenzentrum des Außenministeriums ist seit dem 2. Juli 2008 operativ. Die Tätigkeit des Krisenzentrums lässt sich in drei Schwerpunkte zusammenfassen:

Frühwarnung

Ein Spezialistenteam beobachtet und bündelt rund um die Uhr sämtliche Informationen über alle Entwicklungen im Ausland, die die Sicherheit unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen beeinträchtigen bzw. humanitäre Sofortmaßnahmen erfordern könnten. Es arbeitet in Abstimmung mit den Lagezentren der französischen und europäischen Dienststellen sowie mit allen unseren Partnern vor Ort.

Operative Reaktionsfähigkeit

Der Krisenreaktionsdienst kann jederzeit auf ein oder mehrere schwerwiegende Krisen reagieren. Er ist Instrument des vom Außenministerbüro gegründeten interministeriellen Krisenstabs und kann in dieser Funktion alle erforderlichen Hebel in Bewegung setzen.

Partnerschaft mit den humanitären Akteuren

In Verbindung mit den anderen zuständigen Dienststellen des Außenministeriums hat das Krisenzentrum die Aufgabe, die Partnerschaft mit den humanitären Akteuren zu intensivieren, damit die humanitären Prinzipien, die Frankreich in den internationalen Gremien vertritt, unentwegt ausgebaut und an die aktuellen Entwicklungen angepasst werden können. Es koordiniert das Vorgehen der zuständigen französischen Dienststellen und gewährleistet den Austausch mit den anderen Akteuren der internationalen Soforthilfe.

Zur Gewährleistung der Sicherheit der Auslandsfranzosen hat das Krisenzentrum bereits drei Rückführungsmaßnahmen durchgeführt - aus Georgien, Indien und Thailand. Über 1000 Mitbürgerinnen und Mitbürger waren insgesamt davon betroffen.
Im humanitären Bereich, im Zusammenhang mit Naturkatastrophen, Epidemien oder bewaffneten Konflikten, war das Krisenzentrum ein ganz wichtiger Akteur. So etwa jüngst auf Haiti, im Senegal, im Gaza-Streifen oder auch auf Sri Lanka.

Seit Sommer 2008 betreut das Zentrum auch Fälle von Entführung und Verschwindenlassen, organisiert Krisenpräventionsmaßnahmen und kümmert sich um schwere Flugzeugunglücke (die Flüge AF 447 und Yemenia). Darüber hinaus betreut das Krisenzentrum weitere wichtige Fragen wie etwa die Grippe-Pandemie (Influenza A/H1N1).

Für den konsularischen Schutz verfügt das Krisenzentrum über ein Budget 2009 von 1,9 Millionen Euro. Für das humanitäre Vorgehen stehen ihm 8,6 Millionen Euro zur Verfügung.

- Broschüre centre de crise (Frz.)

Letzte Änderung 05/01/2016

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