Landwirtschaft: Frankreich führender Agrarproduzent in Europa

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Die landwirtschaftliche Produktion Frankreichs ist mit einem Wert zu Herstellungspreisen von 70,4 Milliarden Euro (2011) die bedeutendste Europas. Frankreich behält mit einem Anteil am Gesamtwert der EU-Agrarproduktion von 18,1 % seinen Spitzenplatz vor Deutschland (13,4 %), Italien (12,3 %) und Spanien (10,6 %). Bei der Produktion von Rind- und Geflügelfleisch, Getreide, Zuckerrüben, Ölsaaten und Kartoffeln steht Frankreich an erster Stelle.

2012 waren 5,6 % aller abhängig und selbstständig Erwerbstätigen in Frankreich im Sektor Landwirtschaft, Fischerei und Nahrungsmittelindustrie beschäftigt (1,42 Millionen Menschen).

Handelsbilanz

Der Überschuss Frankreichs beim Handel mit Agrarerzeugnissen und Nahrungsmitteln lag 2012 bei 11,9 Milliarden Euro; das sind 75 Millionen mehr als 2011. Agrarerzeugnisse und Nahrungsmittel (roh und verarbeitet) erwirtschaften den zweithöchsten Handelsüberschuss Frankreichs nach Verkehrsmitteln (15,6 Milliarden Euro).

Exporte

Die Ausfuhr von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft beläuft sich auf 57,6 Milliarden Euro. Die Verkaufserlöse für Wein und Champagner verzeichnen einen Zuwachs um 635 Millionen Euro (+ 9 %), mit steigenden Mengen und Preisen. Die Nachfrage in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien ist groß.

Die Verkaufserlöse für Alkohol steigen um 445 Millionen Euro; an der Spitze steht Cognac mit steigenden Preisen. Die Verkäufe von Zucker, Milcherzeugnissen, Tiernahrung und Fertiggerichten nehmen zu.

Importe

2012 wurden Güter der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Höhe von 45,7 Milliarden Euro eingeführt. Das entspricht einem Zuwachs von 1,3 Milliarden Euro (+ 3 %). Davon entfallen 1,1 Milliarde Euro auf verarbeitete Produkte und 210 Millionen auf Roherzeugnisse. Die Einfuhren von Obst und Gemüse nehmen zu. Fleischerzeugnisse und Schlachtnebenprodukte steigen um 261 Millionen Euro, Presskuchen infolge der Preiserhöhung um 260 Millionen Euro.

Umwelt

Die letzten Agrargesetze definieren die Grundlagen für eine umweltverträgliche Landwirtschaft und eine ausgewogene Nutzung des ländlichen Raums. Mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wurden durch die Cross-Compliance-Regelung die Anforderungen an den Umweltschutz gestärkt.

Letzte Änderung 01/02/2016

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