Manuel Valls in Schweden: Frankreich steht zur europäischen Übereinkunft für die Flüchtlingsaufnahme [fr]

Im Rahmen seines Besuches in Schweden (17./18. September 2015), bei dem er von Europastaatssekretär Harlem Désir begleitet wurde, äußerte sich Premierminister Manuel Valls auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem schwedischen Regierungschef Stefan Löfven zur europäischen Flüchtlingskrise.

Die beiden Regierungschefs betonten dabei die Notwendigkeit „einer starken und ehrlichen europäischen Antwort“, die das „Asylrecht ebenso respektiert wie diejenigen, die vor Krieg, Folter und Verfolgung fliehen.“ Premierminister Valls fügte hinzu, dass es hierzu nur eine europäische und globale Antwort gäbe. Ein Einigeln und nationale Egoismen seien keine dauerhaften Lösungen, so der Premier.

Frankreich komme deshalb seiner Verpflichtung zur Aufnahme von 30.700 Flüchtlingen über zwei Jahre nach, so wie es in der europäischen Übereinkunft festgehalten wurde. Insgesamt sei „ein Prozess der gleichmäßigen Verteilung der Flüchtlinge zwischen den Mitgliedsstaaten“ notwendig.

Des Weiteren wiederholte Manuel Valls die Forderung nach der Einrichtung von „Hotspots“ zur Flüchtlingsaufnahme an den Grenzen der Europäischen Union, d.h. in Italien, Griechenland und Ungarn. Zudem sprach er den schwedischen Gastgebern ein Kompliment für eine Politik aus, die "die Flüchtlingsströme auf der Grundlage von Werten und einem Willen zur Aufnahme in den bestmöglichsten Bedingungen" begleite.

Letzte Änderung 20/11/2015

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