Mehr Wachstum und Beschäftigung in Frankreich [fr]

Laut Regierungsbericht kommt die französische Wirtschaft seit Anfang 2015 zunehmend in Schwung. Eine am 28. Februar vom INSEE (Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien) veröffentlichte Untersuchung der Wirtschaftstätigkeit im vierten Quartal 2016 stellt eine Beschleunigung des Wachstums auf +0,4 % im Vergleich zu +0,2 % im dritten Quartal fest. Der erneute Anstieg von Investitionen und Konsum, aber auch die günstige Exportsituation haben zur Rückkehr der Wachstumsdynamik beigetragen.

Nahezu die Gesamtheit der seit Dezember veröffentlichen Konjunkturindikatoren sprechen für einen sich weiter verstetigenden Aufschwung. Das Vertrauen der Unternehmen sowie die Stimmung der Privathaushalte sind auf einem hohen Niveau, was in der Regel auf Wachstumsraten von über 1,5 % jährlich hinweist Die Wachstumsprognose der Regierung für das Jahr 2017, die im Herbst noch von einigen Beobachtern als zu optimistisch eingeschätzt wurde, hat sich also zu Beginn des Jahres bestätigt.

Die starke Belebung des Immobilienmarktes hält an; so leisten die Investitionen der Privathaushalte einen positiven Beitrag zur Wirtschaftstätigkeit. Der Aufschwung des Immobilienmarktes verdeutlichte sich Ende Januar durch eine starke Zunahme von ausgestellten Baugenehmigungen (+16 % in einem Jahr), von Grundsteinlegungen (13,2 %), bei der Vermarktung von Neubauten (Zunahme der Reservierungen um 20,6 % und des Verkaufs um 16,1 %) sowie beim Bau von Nutzgebäuden (+3,8 %).

Die Arbeitslosenquote ist von ihrem höchsten Niveau von 10,5 % im dritten Quartal 2015 auf 10 % der Erwerbsbevölkerung im vierten Quartal 2016 gesunken (im europäischen Frankreich von 10,2 % auf 9,7 %). Nach einem kontinuierlichen Anstieg über acht Jahre ist die Zahl der gemeldeten Erwerbslosen 2016 insgesamt um 105 000 Personen zurückgegangen. Insbesondere bei den unter 25-Jährigen gibt es eine stetige Verbesserung der Beschäftigungssituation, wodurch die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe wieder auf den Stand von Sommer 2011 zurückgegangen ist.

Ein Bericht der Europäischen Kommission vom 22. Februar 2017 macht die seit 2012 durchgeführten Reformen in der Haushaltspolitik und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit für die positiven Entwicklungen verantwortlich. Diese werden auch weiterhin nachhaltige positive Auswirkungen auf die französische Wirtschaft haben.

Letzte Änderung 09/03/2017

Seitenanfang