Nuklearabrüstung: Frankreich sorgt für Transparenz [fr]

Im Rahmen der Bemühungen um Transparenz beim Thema Abrüstung fand am 18.6. eine internationale Besichtigung der zurückgebauten militärischen Anlagen auf dem Plateau d’Albion statt. Vertreter aus ca. 30 Mitgliedsstaaten der Abrüstungskonferenz konnten die ehemaligen Silostellungen, wo die Interkontinentalraketen stationiert waren, sowie die Standorte der damaligen Abschusseinrichtung und der Kommandozentrale besichtigen, die heute zurückgebaut sind und für zivile oder konventionelle militärische Zwecke genutzt werden. Sie konnten sich so ein Bild von den konkreten Auswirkungen der 1996 von Frankreich getroffenen Entscheidung machen, die Bodenkomponente seiner nuklearen Abschreckung aufzugeben.

Die Besichtigung hatte Staatspräsident Hollande am 19. Februar am Luftwaffenstützpunkt Istres angekündigt. Sie steht zusammen mit der Öffnung des Militärflugplatzes Luxeuil im April für die Beispielhaftigkeit Frankreichs beim Thema transparente Abrüstung. Der Staatspräsident hatte alle Staaten, die im Besitz von Atomwaffen sind, dazu aufgerufen, sich ebenfalls um Transparenz zu bemühen und den Wunsch geäußert, dass die Besichtigung weiterer französischer Anlagen „andere Atommächte dazu inspiriert, Besichtigungen zu ermöglichen, die auch unsere Fachleute wahrnehmen könnten“.

Schon 2008 hatte Frankreich die Tore seiner ehemaligen Anlagen Pierrelatte und Marcoule für die Herstellung von spaltbarem Material für Atomwaffen für über 40 Vertreter der Mitgliedsstaaten der Abrüstungskonferenz geöffnet, und 2009 für über 20 unabhängige Fachleute sowie für etwa 30 französische und internationale Journalisten. Frankreich ist das erste Land im Besitz von Atomwaffen, das sich in diesem Maße um Transparenz bemüht.

Gemeinsames Kommuniqué des Außen- und Verteidigungsministeriums

Letzte Änderung 25/08/2015

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