Presse in französischen Schulen in Zukunft kostenlos verfügbar [fr]

Ab dem Schuljahr 2016/17 sollen 5,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in den französischen Collèges und Lycées kostenlosen Zugang zur Tagespresse erhalten. Anlässlich der „Presse- und Medienwoche in den Schulen“ hat Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem diese Neuerung angekündigt und mehrere Partnerschaften geschlossen, die das Interesse der Schüler und Lehrer für die Medien nachhaltig wecken sollen. Ab Mai/Juni diesen Jahres stellt die vom Bildungsministerium beauftragte Gesellschaft miLibris mit Unterstützung der allgemeinen Printmedien den Schulen schrittweise den Online-Kiosk lirelactu.fr zur Verfügung. Ab Schuljahresbeginn 2016/17 soll das Portal dann für alle schulischen Einrichtungen zugänglich sein.

Zunächst wird eine durch das Ministerium getroffene Auswahl von etwa 15 Artikeln der französischen und internationalen Tagespresse zugänglich gemacht. Anschließend wird lirelactu.fr auf weitere Presseartikel ausgeweitet, insbesondere auf regionale Tagespresse und Wochenzeitungen. Die Schüler und Lehrer haben dann innerhalb der Schulen über WLAN Zugang zu den Medien und können die Artikel als Streaming auf PC oder Tablet lesen. Downloads oder das Ausdrucken der Artikel werden nicht möglich sein.

Das Angebot erfolgt werbefrei und der vertrauliche Umgang mit den von Schülern und Lehrern aufgerufenen Daten wird sichergestellt.

„Die Schüler informieren sich heute viel über das Internet, achten aber oft nicht darauf, aus welcher Quelle die Informationen stammen. Es war mir daher ein Anliegen, ihnen über das Internet Zugang zu Presseartikeln zu verschaffen, die sie sonst nicht lesen, damit sie sich der Qualität und Vielfalt der Medien bewusst werden. Lirelactu.fr wird so dazu beitragen, den Schülern beizubringen, zwischen Inhalten zu unterscheiden, die von professionellen Journalisten stammen, und solchen, die über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, eher Meinungsäußerungen als Informationsquellen darstellen und manchmal nicht der Wahrheit entsprechen.“ (Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem)

Letzte Änderung 08/06/2016

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