Recht auf ein Konto in Frankreich seit 2006 in Kraft [fr]

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Im Rahmen der Strategie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung gibt es in Frankreich schon seit 2006 einen Anspruch auf Bankdienstleistungen für alle Bürger bzw. solche, die sich rechtmäßig im Land aufhalten. Es gilt auch für Franzosen, die außerhalb Frankreichs leben. Dieses Recht beinhaltet den Zugang zu einem Bankkonto mit einem Anspruch auf moderne Zahlungsmittel wie der Bankkarte und auch auf individuelle Beratung. Hierzu gehören auch Dienstleistungen wie das Online-Banking. Die Eröffnung eines Kontos ist ebenso kostenfrei wie die eng gefassten

Basisdienstleistungen. Es umfasst allerdings nicht das Recht auf eine Kontoüberziehung.

Die Eröffnung eines Kontos erfolgt auf Wunsch des Kunden in der Bank seiner Wahl. Sollte die Bank eine Kontoeröffnung verweigern, kann der Antragsteller eine Prüfung bei der Banque de France in die Wege leiten. Dieses gilt auch für solche Fälle, in denen die Bank die Kontoeröffnung aufgrund einer Überschuldung oder von Kreditvorfällen verweigert. Die Banque de France muss dann innerhalb von 24 Std. nach Antragstellung eine Entscheidung treffen. In der Regel weist sie dem Kunden dann ein Bankinstitut zu, das innerhalb von drei Tagen das Konto eröffnen muss.

Letzte Änderung 11/03/2016

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