Regionen in Frankreich

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Die Regionen wurden 1955 im Rahmen der Raumordnungspolitik geschaffen und erhielten 1982 den Status von Gebietskörperschaften. Sie spielen im wirtschaftlichen, kulturellen und Bildungsbereich eine wichtige Rolle. Mit der tiefgreifenden Gebietsreform, die im Dezember 2014 verabschiedet und zm 1. Januar 2016 umgesetzt wurde, reduziert sich die Zahl der Regionen von 22 auf 13. Die Zuständigkeiten werden in Abgrenzung zu den Departements und Kommunen erweitert.

Die fusionierten Regionen sind :

- Alsace, Lorraine und Champagne-Ardenne (Strasbourg)
- Nord-Pas-de-Calais und Picardie (Lille)
- Bourgogne und Franche-Comté (Dijon)
- Haute-Normandie und Basse-Normandie (Rouen)
- Rhône-Alpes und Auvergne (Lyon)
- Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon (Toulouse)
- Aquitaine, Limousin und Poitou-Charentes (Bordeaux)

Regionen mit unverändertem Zuschnitt
:
- Bretagne (Rennes)
- Corse (Ajaccio)
- Ile-de-France (Paris)
- Centre (Orléans)
- Pays de la Loire (Nantes)
- Provence-Alpes-Côte d’Azur (Marseille)

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Zuständigkeiten der Gebietskörperschaften:

-  Regionen: wirtschaftliche Entwicklung, Raumordnungspolitik, Berufsausbildung, Gymnasien und außerstädtischer Verkehr (Straßenverbindungen zwischen den regionalen Zentren, Schülerbeförderung, Regionalzüge und -busse, etc.),
-  Departements: Instandhaltung und Betrieb der Collèges (Mittelstufenschulen) und Straßen. Zudem sind sie für Sozialpolitik vor Ort zuständig.
-  Kommunalverbünde: Abfallsammlung und -entsorgung, Förderung des Tourismus, Aufenthaltsplätze für Fahrende und mittelfristig auch Wasserversorgung und Abwasserentsorgung,
-  Regionen und Departements gleichermaßen: Kultur, Sport, Tourismus und Regionalsprachen.

Organisation

Das beschließende Organ der Region ist der Regionalrat, dessen Mitglieder für sechs Jahre gewählt werden.

Der Regionalrat wird von einem Wirtschafts- und Sozialausschuss unterstützt, der sich aus Vertretern der Unternehmen, Freiberufler, Arbeitnehmerorganisationen, regionaler Verbände u. a. zusammensetzt. Bei der Erstellung und Ausführung des nationalen Wirtschaftsplans, der Erstellung des regionalen Entwicklungsplans und der Festlegung der großen Linien des Haushalts der Region muss der Ausschuss gehört werden. Darüber hinaus kann er sich frei zu jeder die Region betreffende Frage äußern, und er muss vom Präsidenten des Regionalrates zu Plänen wirtschaftlicher, sozialer oder kultureller Art gehört werden.

Weitere Informationen auf [http://www.vie-publique.fr/decouverte-institutions/institutions/approfondissements/repartition-competences-entre-collectivites-territoriales-etat.html]

Letzte Änderung 07/01/2016

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