Sicherheit bei der EURO 2016 – eine positive Bilanz [fr]

Innenminister Bernard Cazeneuve hat eine positive Bilanz über die Sicherheit bei der Fußballeuropameisterschaft 2016 gezogen, die vom 10. Juni bis 10. Juli in zehn französischen Städten ausgetragen wurde.

Vor dem Hintergrund einer stark erhöhten terroristischen Bedrohung würdigte der Minister die Arbeit der insgesamt 90 000 Personen, die während des Turniers die Sicherheit bei den 51 Spielen gewährleisteten. Insgesamt wurden rund 42 000 Polizisten, 30 000 Gendarmen, 5 000 Mitarbeiter des Zivilschutzes, 13 000 Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste auf dem gesamten Staatsgebiet eingesetzt. Hinzu kommt die punktuelle Verstärkung durch 10 000 Soldaten der „Opération Sentinelle“.

Innenminister Cazeneuve würdigte zudem die Bürgermeister der zehn Austragungsorte Lille, Lens, Paris, Saint-Denis, Lyon, Saint-Etienne, Bordeaux, Toulouse, Marseille und Nizza, die unter Federführung der Präfekten in jedem Departement gut zusammengearbeitet haben.

Den ganzen Monat lang haben die Ordnungskräfte konstant Ausschreitungen verhindert bzw. eingedämmt, wenn sie doch zustande kamen. Die Ordnungskräfte führten 1 555 Festnahmen durch, davon mündeten 891 in Untersuchungshaft, woraus 59 Urteile über Gefängnisstrafen mit oder ohne Bewährung ergingen. 64 Ausweisungen und 32 Einreiseverweigerungen wurden verhängt.

Die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene war in diesem Kontext ganz entscheidend: 3 100 Einreiseverbote wurden gegenüber Personen unterschiedlicher Nationalität ausgesprochen, die im Vorfeld risikoreicher Spiele dank der Hinweise unserer europäischen Partner aufgefallen waren. Das Zentrum für internationale polizeiliche Zusammenarbeit, in dem auf die Bekämpfung von Hooliganismus spezialisierte Polizeiteams der teilnehmenden Länder zusammengearbeitet haben, hat ausgezeichnete Arbeit geleistet.

Auch das Zentrum für Risikoanalyse, das alle französischen Dienststellen vereinte, die am internen und externen Nachrichtendienst mitwirken, hat gute Ergebnisse erzielt. Bemerkenswert ist, dass die französischen Nachrichtendienste seit Beginn des Jahres 2016 die Verhaftung von 150 Personen wegen terroristischer Aktivitäten ermöglicht haben. Diese sehr wichtige Arbeit im Vorfeld des Turniers hat einen großen Teil dazu beitragen, dass die EURO 2016 unter guten Bedingungen verlaufen konnte. Dank des interministeriellen Krisenstabs, der rund um die Uhr arbeitete, war eine unmittelbare Koordinierung mit jedem Präfekten, mit jeder einzelnen Polizei- und Gendarmerieeinheit, und wenn nötig eine schnelle Reaktionsfähigkeit möglich.

Schließlich waren auch die Fanmeilen ein Erfolg, denn in diesen abgegrenzten Bereichen wurden außergewöhnlich hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen, wodurch die Massen feiernder Fans gut zu kanalisieren waren.

Letzte Änderung 26/09/2016

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