Staatspräsident François Hollande beim Frankophonie-Gipfel in Kinshasa: Französisch in den Dienst der Welt und der Freiheit stellen [fr]

JPEGStaatspräsident François Hollande nahm in Begleitung von Außenminister Laurent Fabius und der Staatsministerin für Frankophonie Yamina Benguigui am 14. Gipfeltreffen der Frankophonie teil, das vom 12. bis 14. Oktober 2012 in Kinshasa stattfand.

Bei dieser Gelegenheit erklärte der Staatspräsident die Demokratie und die Menschenrechte zu Prioritäten der Frankophonie. „Die Demokratie, die Menschenrechte, der Schutz der freien Meinungsäußerung, die Bestätigung, dass jeder Mensch seine Politiker frei wählen kann – diese Grundsätze muss die Frankophonie in die Welt tragen“, sagte François Hollande und schlug vor, in Frankreich ein erstes Forum französischsprachiger Frauen zur Festigung dieser Werte zu organisieren.

Ein „schönes Ziel der Frankophonie“ sieht der Staatspräsident darin, „die französische Sprache in den Dienst der Welt und der Freiheit zu stellen“, und er nannte drei weitere Bereiche, zu denen die Frankophonie stärker beitragen sollte:
- zum Ausbau der Austauschprogramme für Studierende, Forscher, Künstler und Kulturschaffende innerhalb des frankophonen Raums,
- zum Umweltschutz,
- zur Krisenbewältigung.

Zudem wies Hollande auf die wachsende Rolle Afrikas für die französische Sprache hin. Schon 2050 würden 80% der 700 Mio. Frankophonen der Welt aus Afrika kommen.

- Rede von Staatspräsident François Hollande (Frz.)

Der französische Staatspräsident ist zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt offiziell nach Afrika gereist. Vor seinem Kinshasa-Aufenthalt stattete er dem Senegal einem Besuch ab (Dakar) am 12. Oktober 2012 nahm François Hollande an dem Gipfeltreffen der Frankophonie in Kinshasa am 13. und 14. Oktober teil.

Im Vorfeld seiner Afrika-Reise wurde Staatspräsident Hollande am 11. Oktober von Reportern der Sender France 24, RFI und TV5 Monde interviewt. Die drei Sender stehen unter dem Dach des öffentlich-rechtlichen Unternehmens für Auslandsrundfunk Audiovisuel extérieur de la France (AEF). Im Gespräch mit Roselyne Febvre von France 24, Jean-Karim Fall von RFI und David Delos von TV5 Monde ging es vor allem um die Situation in Mali, das Gipfeltreffen in Kinshasa und verschiedene Themen rund um die Frankophonie gehen.
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Das 14. Gipfeltreffen der Frankophonie in Kinshasa

Das 14. Gipfeltreffen der Frankophonie fand in diesem Jahr vom 12. bis 14. Oktober 2012 in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo statt. Mit 71 Millionen Einwohnern ist Kongo, dessen Amtsprache Französisch ist, nicht nur das größte afrikanische Land südlich der Sahara, sondern auch das größte afrikanische Mitglied der weltweiten französischsprachigen Gemeinschaft. So wird Kinshasa (9 Millionen Einwohner) für drei Tage zum Zentrum der frankophonen Welt, die 890 Menschen in 75 Ländern zählt. Alle zwei Jahre kommen die Staats- und Regierungschefs dieser Länder zusammen und beraten über Politik, Sprache und alle Themen, die den französischsprachigen Staaten von Bedeutung sind. Diese Treffen sind die Gelegenheit, die gemeinsame Sprache und die Solidarität innerhalb dieser Gemeinschaft zu feiern.

Als Gastgeberland sitzt die Demokratische Republik Kongo, deren Bewerbung auf dem letzten Gipfeltreffen im schweizerischen Montreux vor zwei Jahren erfolgreich war, der Internationalen Organisation der Frankophonie für einen Zeitraum von zwei Jahren vor.

Die Entscheidung für Kongo wurde aufgrund der Situation der Menschenrechte und des bewaffneten Konflikts im östlichen Kivu besonders kritisch aufgenommen. So hatten französische und kongolesische Organisationen den französischen Staatschef aufgefordert, dem Gipfeltreffen fernzubleiben. François Hollande, der in seiner Rede vor den französischen Botschaftern am 27. August 2012 betont hatte, dass seine Anwesenheit auf dem Gipfel weder Rückhalt noch Bürgschaft für die Regierung von Joseph Kabila bedeutet, hat seine Teilnahme mit dem Hinweis bestätigt, dass er „überall und über alles“ sprechen können wolle. Vor wenigen Tagen traf sich die Staatsministerin für die Frankophonie, Yamina Benguigui, mit kongolesischen Nichtregierungsorganisationen, die fest entschlossen sind, das Gipfeltreffen zu nutzen, um sich Gehör zu verschaffen.

© Présidence de la République - Christelle ALIX

Letzte Änderung 14/01/2015

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