Staatspräsident Hollande beim 6. Petersberger Klimadialog: Wir sind zum Erfolg verpflichtet [fr]

Staatspräsident François Hollande nahm zusammen mit Umweltministerin Ségolène Royal und Außenminister Laurent Fabius am 6. Petersberger Klimagipfel (18./19. Mai) in Berlin teil.

In seiner Rede unterstrich Staatspräsident Hollande, das Frankreich als Gastgeber der UN-Klimakonferenz alles für einen Erfolg tun werde, damit der weltweite Temperaturanstieg zumindest auf unter 2°C, verglichen mit dem vorindustriellen Niveau, begrenzt werden könne. Hierfür dürfe man sich nicht nur auf die Konferenz selbst verlassen, sondern müsse schon im Vorwege die Bedingungen für ein Klimaabkommen festmachen.

In diesem Zusammenhang bedauerte es der Staatspräsident, dass bisher erst 37 Länder feste Zusagen über ihren Beitrag zur Reduzierung ihrer Kohlendioxidemissionen gemacht hätten. Europa sei mit dem Ziel der Reduzierung der Emissionen um 40% von 1990 bis 2030 dabei einen Schritt vorangegangen.
Des Weiteren forderte er verstärkte Anstrengungen zur Kapitalisierung des grünen Klimafonds für die notwendigen Umsteuerungsmaßnahmen und den Energiewandel, denn ohne Finanzierung würden insbesondere die Entwicklungsländer kein Abkommen absegnen. Die Summe von 100 Mrd. Dollar pro Jahr ab 2020 müsse dabei die Zielmarke sein.

Es gelte dabei mit einer Lösungsagenda nicht nur die Entwicklungsländer, sondern auch die Schwellenländer technologisch, industriell und finanziell zu unterstützen, da sie durch ein verbindliches Abkommen eine Einschränkung von Wachstum und Entwicklung befürchteten. Ein verbindliches Abkommen müsse aber abgeschlossen werden, so der Staatspräsident.

Auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss im Dezember müssten die reichen Länder des G7-Treffens im Juni in Elmau und auch die Europäer bei ihrem Treffen im September ihr Engagement und ihren Willen unter Beweis stellen.

Deutsch-französische Erklärung

In einer gemeinsamen Erklärung haben Deutschland und Frankreich beim 6. Petersberger Klimagipfel in Berlin am 19. Mai 2015 versichert, alles zu tun, um ein ambitioniertes, umfassendes und verbindliches UN-Klimaschutzabkommen Ende des Jahres in Paris zu erreichen.

Die beiden Länder wollen dabei weiter Vorreiter sein bei der tiefgreifenden Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hin zur vollständigen Dekarbonisierung. Sie verpflichteten sich dabei dazu, mit der Energiewende in Deutschland und der "transition energétique" in Frankreich, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Letzte Änderung 07/01/2016

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