Staatspräsident Hollande: Anerkennung des Genozids an Armeniern ist ein Akt des Friedens [fr]

Bei der Gedenkveranstaltung am 24. April 2015 in Eriwan aus Anlass des armenischen Genozids vor 100 Jahren betonte Staatspräsident François Hollande die Notwendigkeit der Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern als ein Akt des Friedens.

Für Frankreich, dass 2001 ein Gesetz zur Anerkennung des armenischen Genozids verabschiedet hatte, sei es immer ein Anliegen gewesen, an die dramatischen Umstände zu erinnern, die uns mit dem Schicksal der Armenier verbinden. Dabei erinnerte er daran, dass Frankreich damals einen Teil der Überlebenden des Genozids aufgenommen hatte.

Die Abbsage an den Kampf gegen Negationismus, Revisionismus und das Verleugnen der Tatsachen würde bedeuten, die Massaker zu wiederholen, so der Staatspräsident.

In diesem Zusammenhang ging er auch auf die Situation im Mittleren Osten ein, wo derzeit eine systematische Auslöschung stattfände. Das ganze Mosaik aus unterschiedlichen Völkern und Religionen dieser Region sei dabei zur Zielscheibe geworden, wobei besonders die Christen des Orients, die Armenier in Syrien, die Turkmenen, Kurden und die Schabak heute von Exil, Versklavung und Tod bedroht seien.

-  Rede von Staatspräsident François Hollande in deutscher Übersetzung

Letzte Änderung 01/07/2015

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